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1/2.2015




Luzern : Sabian Baumann


von: Niklaus Oberholzer

  
Sabian Baumann · Selbstporträt mit Blumen und Tieren. Aus der Serie ‹Liebe und Traum, ­horizontales Paradies›, 2012, Bleistift auf Papier, 137x115 cm


Der Preis der Stiftung Erna und Curt Burgauer, ein dreijähriges Stipendium, wurde Sabian Baumann (*1962, Zug) zuerkannt. Die daran aschliessende Austellung bietet nun Einblick in die entstandenen Arbeiten - in die Serie grossformatiger Bleistiftzeichnungen mit dem Titel ‹Horizontales Paradies› und eine Reihe kleiner Wandreliefs aus ungebranntem Ton. Die Zeichnungen schildern in präziser und höchst sensibler Sprache vielschichtige Träume von Erde und Himmel, von Ängsten und Zuversicht, Aggression und Zärtlichkeit, von Liebe, Leben und Tod. Die von Witz geprägte Arbeit ‹Selbstporträt mit Blumen und Tieren› zeigt eine ausgestreckt liegende (tote?) Figur, auf der ein Wal, ein Schwein, ein Pelikan und ein toter Käfer lasten, und über allem strahlt eine weinende Sonne. Auch die fragilen Ton-Reliefs erzählen auf eindringlich-schlichte Weise von Grundfragen menschlichen Lebens. Der männlich-weibliche Name Sabian, den sich Sabine Baumann zulegt, verweist auf ein Überspielen von vorgegebenen Grenzen, auf Umformungen, Gender-Diskussionen - und wohl auch auf Androgynes. Allerdings ist dieser mögliche Programm-Ansatz nie plakativ umgesetzt, bleibt aber doch unterschwellig spürbar.

Bis: 08.02.2015



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Ausgabe 1/2  2015
Autor/in Niklaus Oberholzer
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