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Hinweis
1/2.2015




Wien : Jenni Tischer


von: Patricia Grzonka

  
Jenni Tischer · Pin. Baloise Kunst-Preis 2013, Ausstellungsansicht, mumok, Wien


Pin und PIN: Pin als Nadel, Stecknadel oder Reissnagel, und PIN als persönliche Identifikationsnummer, ein Begriff aus der Informationstechnologie, bilden den Rahmen, in dem sich Jenni Tischers (*1979) Ausstellung im Mumok bewegt. Die deutsche Künstlerin ist 2013 mit dem 15. Baloise Kunst-Preis ausgezeichnet worden, der jeweils bei den Statements auf der Art Basel vergeben wird.
Tischer zeigt in ihrer als Showroom konzipierten Ausstellung verschiedene Displays und Arrangements, die in ganz unterschiedlicher Weise mit dem Bereich des Textilen verknüpft sind: Hier geht es um mobile Präsentations­objekte, die als Rollsockel aus Stoff historische Referenzen aufnehmen und im Museum eine bestimmte, aber minimale Ordnung herstellen. Der Diskurs über das textile Material - Weichheit, Formbarkeit, Elastizität - wird in Kontrast zu den fixierenden, metallischen Eigenschaften der Nadeln geführt, die oft in kleineren Objekten direkt als bildgebende Elemente eingelassen sind: gepinnt. Hybride Werke aus assemblierten Stoffen und verknüpften Fäden, die mit dem geometrischen Formenvokabular des Minimalismus eine Art Liaison dangereuse eingehen - sie beleben den unterirdischen Raum des Mumok nach einer eigenen fragilen und gleichzeitig bestimmten Logik.

Bis: 01.02.2015



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Ausgabe 1/2  2015
Ausstellungen Jenni Tischer [18.10.14-01.02.15]
Institutionen Museum Moderner Kunst [Wien/Österreich]
Autor/in Patricia Grzonka
Künstler/in Jenni Tischer
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