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Hinweis
4.2015




Biel : Roger Hiorns, Rannva Kunoy


von: Alice Henkes

  
Roger Hiorns · Untitled, 2014, Plastik, Kompressor, Schaum, Dimensionen variabel, ­ca. 200 Einheiten, Courtesy Corvi-Mora Gallery, London ©ProLitteris. Foto: Patrick Christe


2009 präparierte Roger Hiorns (*1975) eine leerstehende Wohnung mit Kupfersulfat. Blaue Kristalle bildeten sich, welche die Räume in eine Art Zaubergrotte verwandelten. Das brachte dem Briten eine Nominierung für den begehrten Turner Prize. Felicity Lunn hat den Goldsmith-College-Abgänger nun ins PasquArt eingeladen, wo er eine Serie von überwiegend aus Fundstücken bestehenden Arbeiten zeigt: Parkbänke, Flugzeugturbinen, Metalltische, alle locker mit dem Gedanken verbunden, wir lebten in einer Welt der Oberflächenreize - eine bedenkenswerte Vorstellung, die jedoch in der Schwebe bleibt. Am eindrucksvollsten ist die Installation in der Salle Poma, in der marionettenhafte Figuren aus Autokühlerteilen von der Decke hängen. Die teils Schaum speienden, blubbernden Maschinenwesen erzeugen eine gewisse Angstlust vor den bizarren Möglichkeit der Technik, es bleibt dem Einzelnen überlassen, daraus etwaige Schlüsse zu ziehen. Einen anderen Weg schlägt Rannva Kunoy (*1975) ein. Die von den Färöer Inseln stammende Künstlerin öffnet auf ihren monochromen, mattfarbigen Bildern geistige und etwas geisterhafte Räume. Sie erforscht die Möglichkeiten der Malerei und setzt dabei auf esoterische Verfahren wie das der automatischen Schrift.

Bis: 05.04.2015



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Ausgabe 4  2015
Ausstellungen Roger Hiorns, Rannva Kunoy [01.02.15-05.04.15]
Institutionen Kunsthaus Centre d'art Pasquart [Biel/Bienne/Schweiz]
Autor/in Alice Henkes
Künstler/in Roger Hiorns
Künstler/in Rannva Kunoy
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