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Hinweis
4.2015




Winterthur : Otto Meyer-Amden


von: Lucia Angela Cavegn

  
Otto Meyer-Amden · Der Gärtner, 1911, Öl­farben auf Papier, Kunsthaus Zürich


Mit 110 meist kleinformatigen Arbeiten auf Papier zeigt das Kunstmuseum fast das gesamte erhaltene frühe Schaffen von Otto Meyer-Amden (1885-1933). Die Ölmalereien und Aquarelle weisen eine fein modulierte Farbigkeit auf, die mit der Feingliedrigkeit der Figuren korrespondiert. Trotz der alltäglichen Motive wirken die Bilder seltsam entrückt: Sportszenen, Interieurs, Landschaften. Bei den mit Gold- und Silberbronze ausgeführten Köpfen steigert sich der Ausdruck ins Sakrale. Nach seiner Ausbildung zum Lithografen in Bern und Zürich sowie Wanderungen über Strassburg und Paris zog Meyer 1907 nach Stuttgart und lernte in der Klasse von Adolf Hölzel Oskar Schlemmer kennen. 1912 schloss er sich der Malerkolonie in Amden, oberhalb des Walensees an, wo er bis 1928 blieb und zu seinem Zweitnamen kam. Die dort gemalten vorfrühlingshaften Landschaften von 1913 heben sich von den ideellen Figurenkompositionen durch kräftige Farbigkeit und höheren Realitätsgrad ab. Das Gärtnerbild von 1911, das mit zahlreichen Vorstudien gezeigt wird, nimmt nicht nur in der Schau, sondern im gesamten Frühwerk eine Schlüsselposition ein.

Bis: 26.04.2015


Katalog, Scheid­egger & Spiess, Zürich, 2015



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Ausgabe 4  2015
Ausstellungen Otto Meyer-Amden [24.01.15-26.04.15]
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Institutionen Kunst Museum Winterthur [Winterthur/Schweiz]
Autor/in Lucia Angela Cavegn
Künstler/in Otto Meyer-Amden
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