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5.2015




Kreuzlingen : Anton Bernhardsgrütter


von: Lucia Angela Cavegn

  
Anton Bernhardsgrütter· Eva im Winterpark, 1967. Foto: Dan Saladin


Das Museum Rosenegg widmet dem Thurgauer Anton Bernhardsgrütter, der am 12. April seinen neunzigsten Geburtstag feiert, eine Sonderausstellung. Die von Philippe Mahler kuratierte Schau bietet einen konzisen Einblick in dessen vielfältiges Schaffen, das nebst Malerei und Zeichnung literarische Erzeugnisse und Künstlerbücher umfasst.
Mit 48 vollzog Bernhardsgrütter einen radikalen Bruch in seinem Leben, indem er Lehrerberuf und Familie hinter sich liess. Fortan lebte er als freischaffender Künstler und begann seine Werke mit Anton B. lpc («le pauvre cochon») zu signieren. 1983 verlor er bei einem Hausbrand einen Teil des künstlerischen Œuvres. Sein täglich Brot verdiente Bernhardsgrütter mit religiös gefärbter Hinterglasmalerei.
Seine naiv-surreale Bildwelt dreht sich um existentielle Themen: Die Lebenszyklen von Mensch und Natur, Liebe und Tod und das Spannungsverhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft. Ein Teil der ausgestellten Arbeiten ist erstmals öffentlich zugänglich wie beispielsweise das Triptychon ‹Der ländliche Karneval›. Wie James Ensor bedient sich Bernhardsgrütter der Maske als Metapher für das Rollenspiel der wohlanständigen Gesellschaft, von der er sich selbst verabschiedet hatte.

Bis: 17.05.2015



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Ausgabe 5  2015
Ausstellungen Anton Bernhardsgrütter [14.03.15-17.05.15]
Institutionen Museum Rosenegg [Kreuzlingen/Schweiz]
Autor/in Lucia Angela Cavegn
Künstler/in Anton Bernhardsgrütter
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