Links zum Text und die Möglichkeit, diese Seite weiterzusenden, finden Sie am Ende dieser Seite


Hinweis
5.2015




Lausanne : Christian Gonzenbach


von: Katharina Holderegger Rossier

  
Christian Gonzenbach · Fracking, 2014, EPFL


Wie verwandelt man Dreck in Gold, alltägliche Güter in Kunst, vermischte Meldungen in Poesie? Der Genfer Plastiker Christian Gonzenbach (*1975) findet mittels unablässiger Manipulationen von Objekten und Materien immer wieder erstaunlich offensichtliche Antworten. So hat er aus trivialen Büsten bizarre Skulpturen geformt, Plastikverschalungen zu Rohrschachtests aufgeklappt oder gestrandete Walkörper in Form von überwachsenen Grabhügeln nachgebildet. Als Artist in Residence der EPFL ist er zu Beginn des akademischen Jahrs auf seriösere Experimente umgestiegen. So versuchte er den fliessenden Formen habhaft zu werden, indem er Aluminium in speziell leichten Sand goss. Witzig setzte er die korallenartigen Gebilde dann wie Springbrunnen auf Kupferröhren und Betonsockel vor das salbungsvolle Rolex Learning Center. Und wie man sich zurzeit in seiner leider bald schliessenden Galerie SAKS in Genf überzeugen kann, drückt dieser wunderbare Zug auch in weiteren Arbeiten durch. In den - einem rodinschen Pathos nicht nachstehenden - Skulpturen ist diesmal der Weg geschmolzener Messingnippes durch Styroporquader in buntem Beton nachgegossen.

Bis: 31.07.2015


Art en Plein Air, Môtier; Skulpturenbiennale Weitertal



Links

Anfang Zurück zum Anfang
Ausgabe 5  2015
Autor/in Katharina Holderegger Rossier
Link http://www.culture.epfl.ch
Link http://www.artmotier.ch
Link http://www.skulpturen-biennale.ch
Weitersenden http://www.kunstbulletin.ch/router.cfm?a=150425163837HRA-28
Geben Sie diesen Link an, falls Sie diesen Eintrag weitersenden möchten.