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Hinweis
6.2015




Gruyeres : Loredana Sperini


von: Alice Henkes

  
Loredana Sperini, Ohne Titel, 2014, Wachs und Zement, Courtesy Freymond-Guth, Zürich


So, wie sich in Loredana Sperinis (*1970, Wattwil) Arbeiten unterschiedliche Formen, Figuren und Materialien verbinden, so knüpft die Ausstellung ‹Si fa sera› (Wenn es Abend wird) im Schloss Greyerz eine Verbindung zwischen zeitgenössischer Kunst und historischem Interieur: Die Objekte und Objektbilder der Künstlerin sind teilweise in die ständige Präsentation des Hauses eingewoben. Diese Ausstellung ist ihre erste grosse Einzelschau in der Westschweiz. Sperini, die ursprünglich aus der Textilkunst kommt, liebt die Arbeit mit Materialien unterschiedlicher haptischer und visueller Qualität. Zement und Wachs, Holz und Metall verbinden sich in ihrem Werk zu Plastiken, die von Fragilität, Furcht und innerer Unruhe sprechen. Dafür verwendet die in Zürich lebende Künstlerin gern präzise gearbeitete Darstellungen menschlicher Körperteile, die sie mit abstrakten, gesteinsartigen, oft auch kristallinen Formen ergänzt. So lässt sie ein Gefühl des Eingeschlossen-Seins, Gefangen-Seins, Erstarrt-Seins des Körpers entstehen. Zugleich spielen die surreal wirkenden Arbeiten auf den künstlerischen Prozess an, denn oft sind auf den Händen, die Sperini modelliert, die Bearbeitungsspuren durch die Hand der Künstlerin sichtbar.

Bis: 21.06.2015



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Ausgabe 6  2015
Ausstellungen Loredana Sperini [06.03.15-21.06.15]
Institutionen Château de Gruyères [Gruyères/Schweiz]
Autor/in Alice Henkes
Künstler/in Loredana Sperini
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