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6.2015




Sion : Omar Ba


von: Katharina Holderegger Rossier

  
Omar Ba · Espace privé, 2015, Öl, Deckfarbe, Acryl, Kugelschreiber, Bleistift auf Verputz. Foto: Robert Hofer


Omar Bas (*1977) Malerei verbindet archaische Figuren mit aktuellen Bildwelten, historische Verweise unterfüttern die Dramen unserer Zeit. Der in Dakar, Genf und Sion augebildete und heute international gefragte Künstler thematisiert zurzeit in der Ferme-­Asile mit feinen Setzungen den Zynismus der auf dem Reissbrett gezeichneten Grenzen Afrikas und das Scheitern der humanitären Organisationen, die sich um Ausgleich innerhalb und ausserhalb des armen Kontinents bemühen. So funkeln auf einer den ganzen Raum durchmessenden Mauer frontale Porträts von Mensch-Tier-Wesen sowie von grünen Lorbeerzweigen umkränzte AU- und UN-Embleme wie eine Quintessenz der im Grunde vergleichbaren Hoffnungen aller Lebewesen. An den beiden Enden der Scheune kehren die Lorbeerzweige jedoch schwarz mit den Spitzen gegen unten wieder, gruppiert um zwei riesige Wandbilder, die durch ein von Drohnen und Panzern bedrohtes Kind sowie einer Fassade mit geschlossenen und offenen Fenstern auf die Notwendigkeit des Reifens neuer Perspektiven verweisen. In der Nähe hat der Künstler jedenfalls noch eine stillstehende Uhr sowie ein schon 2013 gemaltes Bild mit dem Titel ‹Go To Sarada› platziert - einem senegalesischen Ausdruck für einen imaginären Ort, wo er/sie Lösungen für seine/ihre Sorgen finden soll.

Bis: 21.06.2015



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Ausgabe 6  2015
Ausstellungen Omar Ba [14.03.15-21.06.15]
Institutionen Ferme-Asile [Sion/Schweiz]
Autor/in Katharina Holderegger Rossier
Künstler/in Omar Ba
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