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6.2015




St. Gallen : Isabelle Lartault / Michel Verjux


von: Nicola Schröder

  
Isabelle Lartault - Michel Verjux · Correspondances, 2015, Installationsansicht St.Gallen. Foto: Stefan Rohner


Das Material von Michel Verjux (*1956, Chalon-sur-Saône) ist Licht. Er arbeitet mit Theaterscheinwerfern und Diaprojektoren, mit denen er Spots auf bestehende Ausschnitte von Architektur wirft. Es sind minimale Interventionen, die am Bestehenden substanziell nichts ändern, aber ganz neue sinnliche Bilder und Eindrücke erzeugen. Nach der mehrmonatigen ‹Éclairage› des Aussenraums der Lok­remise mit mehreren Projektionen ist nun eine Installation im Innenraum zu erleben. Es ist ein Dialog über die Kraft von Licht und Worten, den Verjux mit seiner Ehefrau, der Autorin Isabelle Lartault (*1960, Chalon-sur-Saône) um den Begriff der Korrespondenz angelegt hat. Die sehr konzeptuelle Kombination ist eine Herausforderung. Doch naheliegend ist der geistesgeschichtliche Bezug, der sich im Französischen im Begriff ‹Siècle des Lumières› für das Zeit­alter der Aufklärung niedergeschlagen hat. Was Lartault und Verjux aber besonders interessiert, sind Bedeutungsverschiebungen, die sich wie beim Wechsel der Beleuchtung auch mit der Veränderung sprachlicher Elemente ergeben. Wörter und Satzfragmente an den Wänden und teils punktuell, teils in Linien geführte Lichtinstallationen vermitteln so das Potenzial, auch strukturell wirksam zu sein.

Bis: 26.07.2015



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Ausgabe 6  2015
Ausstellungen Isabelle Lartault, Michel Verjux [07.02.15-26.07.15]
Video Video
Institutionen Kunstmuseum St. Gallen – Lokremise [St. Gallen/Schweiz]
Autor/in Nicola Schröder
Künstler/in Michel Verjux
Künstler/in Isabelle Lartault
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