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Hinweis
6.2015




Wien : Josef Strau


von: Patricia Grzonka

  


‹A Turtle Dreaming (...Echoes from an Encapsulated Space Exiled Sound of Letters Requiring Symphonic Treatment)› lautet der vollständige Titel der medienübergreifenden Ausstellung von Josef Strau (*1957, Wien) im Hauptraum der Secession. Die Titelfigur der Schildkröte aber auch andere Tierwesen führen zu literarischen und kinematografischen Referenzen wie Dostojewski oder Robert Bresson. Es sind Brücken zum Schreiben, durch die innere Beobachtungen mit äusserem Geschehen verwoben werden. Der in Wien geborene und seit vielen Jahren in New York lebende Künstler amalgamiert in seinem Schaffen die unterschiedlichen Rollen des Künstlers, Autors oder Kurators. In der Secession führt er den Künstler als «träumenden» Beobachter, als Stadtflaneur, durch ein winterliches New York und lässt verschneite Strassen, Parks, Häuseranordnungen und sich wiederholende, ornamentale Architekturfragmente (Balkongitter) an sich vorüberziehen. Als Installation funktioniert das alles durch ein subtil ausgeklügeltes Mehrschichtenprinzip: Plakate mit Texten direkt auf die Wände aufgetragen, Fotos mit Stadtlandschaften davor gehängt, im Raum selbst schliesslich eine Stellwandarchitektur aus einfachen Materialien wie Sperrholz, Fliegengitter oder Blech, in deren Nischen Musikstücke oder Filme als begehbare Installationen zu erleben sind. An allen Ecken und Kanten dieser überraschenden Ausstellung jedoch treibt der Text, das Wort die räumliche Wahrnehmung an.

Bis: 21.06.2015



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Ausgabe 6  2015
Ausstellungen Kristin Oppenheim, Josef Strau [24.04.15-21.06.15]
Institutionen Wiener Secession [Wien/Österreich]
Autor/in Patricia Grzonka
Künstler/in Josef Strau
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