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6.2015




Winterthur : Lika Nüssli


von: Christina Peege

  
Lika Nüssli · Drawinghell, 2014 ©Pro Litteris


Ein grosses Thema beherrscht das Schaffen der St. Gallerin Lika Nüssli (*1973): die Grenze. Wenn sie den Keller des Bauhofs bespielt, sich also mit einer der ältesten noch erhaltenen Bauten der Stadt auseinandersetzt, dann steht sie vor scheinbar unüberwindlichen Grenzen. Gross sind die Bollensteine, aus denen das historische Mauerwerk besteht, und hässlich die späteren Einbauten aus Kunststein. Solche Räume fordern die Künstlerin heraus: Den baulichen Rahmen sprengt sie mit Überschreitungen von künstlerischen Ausdrucksformen. Nüssli spürt den Dingen nach, die sie vorfindet, den Steinen, der Decke, den gemörtelten Fugen. Mit Pinsel oder Stift erweitert sie ihre Eindrücke spielerisch, weg von der Wand auf verschiedene Bildträger im Raum. Der Akt des Zeichnens in den Raum hinaus bedingt Bewegung. Nüssli agiert als performative Zeichnerin oder installative Performerin, jede Ausdrucksform beeinflusst die andere. Das Publikum kann eingreifen, die Inputs spielt sie in verschiedensten Materialien in den Raum zurück. Visuelle Kommunikation findet als offener Dialog statt. Die Form- und Zeichensprache erinnert oft an Comics. Und auf einmal führen Grenzverschiebungen tief unten, in einem über 800 Jahre alten Keller geradewegs in Neuland. Während der Finissage lässt Nüssli befreundete Kunstschaffende in ihre Arbeit intervenieren.

Bis: 04.07.2015



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Ausgabe 6  2015
Ausstellungen Lika Nüssli [09.05.15-04.07.15]
Institutionen Kunst im Bauhof [Winterthur/Schweiz]
Autor/in Christina Peege
Künstler/in Lika Nüssli
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