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7/8.2015




Genève : La possibilité d'une île


von: Alice Henkes

  
Jasmina Cibic · Anophthalmus hitleri, wissenschaftliche Zeichnung von Filipe Gudin und Tanza Croutch, 2012, Farbstift, Aquarell, Tinte


Untergegangene Inselreiche oder Robinsonaden: Inseln stehen in der europäischen Geistesgeschichte stets für die Suche nach verborgenen Schätzen und neuen Erkenntnissen. Auch Houellebecqs Roman ‹La possibilité d'une île› reiht sich hier ein, er erzählt von der Möglichkeit, sich selbst zu öffnen, um so eine neue Welt zu finden. Als Motto über einer internationalen Ausstellung mit neun Positionen, die von Isaline Vuille und Bénédicte le Pimpec eingerichtet wurde, vereint der Titel eine Reihe von Arbeiten, die mit Betrachtungsweisen politischer und gesellschaftlicher Zustände spielen. Und die dabei nicht selten einen untergründigen Humor entwickeln, denn wer sich offen auf verschiedene Ansichten eines Problems einlässt, muss mit Fallstricken rechnen. Da ist bspw. die Recherche des in Genf lebenden Maxime Bondu (*1985), die sich auf einen Vorfall an der syrisch-israelischen Grenze bezieht. Syrische Anwohner/innen entdeckten eines Tages einen Falken, in dessen Beringung sie ein Spionageelement des Mossad zu entdecken glaubten. Jasmina Cibic (*1979) geht der Frage nach, ob ein endemisch in Slowenien lebender, vom Aussterben bedrohter Käfer Potenzial zum Nationaltier hat. Dafür hat sie den 1933 nach dem deutschen Diktator benannten Anophthalmus hitleri von verschiedenen Naturwissenschaftlern zeichnen lassen

Bis: 02.08.2015



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Ausgabe 7/8  2015
Autor/in Alice Henkes
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