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7/8.2015




Zürich : Swiss Style


von: Hans-Dieter Fronz

  
Walter Ballmer · Olivetti Studio 45, 1969, Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung


Die Helvetica, zum Beispiel: eine Schrift ohne Schnörkel und Serifen, dafür mit umso höherem Bekanntheitsgrad. Kein Geheimnis umweht die viel Gelesene, die in ihrer sachlichen Klarheit gleichsam die Transparenz selbst ist; exakt diese Eigenschaften sicherten ihr den Erfolg. Ihre globale Verbreitung ist nur ein Beispiel unter vielen für die Weltgeltung des Schweizer Designs, das in der zweiten Hälfte des 20. Jh. gar zum Synonym für neues Design avancierte. Die Ausstellung ‹Swiss ­Style› im Zürcher Museum für Gestaltung beleuchtet diese Entwicklung bis hin zur Gegenwart in ­einem innovativen Ausstellungsdisplay. Es waren eidgenössische Designer/innen, die in den Zwanziger- und Dreissigerjahren das Formenvokabular der künstlerischen Avantgarde auf die Gebrauchskunst des Designs übertrugen; nicht wenige Pioniere waren in Personalunion Künstler wie Max Bill oder Armin Hofmann. Ende der Fünfzigerjahre wurde das Schweizer Design in den USA, Frankreich oder Italien «entdeckt» und avancierte international zum Vorbild. Präzision und Ordnungsliebe, wie sie in einer komplexer werdenden Welt zur Notwendigkeit wurden, den Designern aus dem Land der Uhrmacher und Banker lagen sie gleichsam im Blut. Erst heute, im Zeitalter einer neuen Verspieltheit scheint das New Graphic Design seinen Zenit überschritten zu haben.

Bis: 26.07.2015



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Ausgabe 7/8  2015
Ausstellungen Swiss Style - Internationale Grafik [17.04.15-26.07.15]
Institutionen Museum für Gestaltung – Schaudepot [Zürich/Schweiz]
Autor/in Hans-Dieter Fronz
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