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9.2015




Bern : Klee und Kandinsky


von: Alice Henkes

  
Paul Klee und Wassily Kandinsky im Dessau, 1929. Centre Pompidou, Bibl. Kandinsky Paris


Paul Klee und Wassily Kandinsky sind sich in ihrem Leben sehr nahe gekommen. Räumlich - als Lehrer in Dessau waren sie Nachbarn im gleichen Meisterhaus - aber auch künstlerisch. Ein ideales Paar also für das Zentrum Paul Klee, das die beiden grossen Pioniere der Abstraktion in einer üppigen Doppelschau präsentiert, die den Weg der beiden von der Zeit um 1900 über ihre gemeinsame Arbeit am Bauhaus bis zu dessen Auflösung im Jahr 1933 nachzeichnet. Viele der Werke sind als Leihgaben aus internationalen Sammlungen nach Bern gekommen, vor allem viele Bilder von Kandinsky, deren brillante Farbigkeit die meist kleineren, matteren Klee-Werke herauszufordern scheint. Klar zeigen sich Ähnlichkeiten und Differenzen. Musik war für beide ein zentrales Motiv, mit dem sie sich in zahlreichen Bildern, aber auch Schriften auseinandergesetzt haben. Auch Fragen nach Bewegung, Balance, Spannung beschäftigten beide und vor dem Modell des Meisterhauses in Dessau, in dem beide von 1926 bis 1933 gewohnt haben, kann man ins Fantasieren darüber geraten, wie sie vielleicht in einer Sommernacht auf einer der Terrassen gesessen und diskutiert haben. Der energische, selbstbewusste Kandinsky, der von seinen Schülern als klar und wissenschaftlich beschrieben wurde und der ewig Suchende Klee, von dem eine Schülerin sagte, bei ihm sei immer alles in der Schwebe gewesen.

Bis: 27.09.2015



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Ausgabe 9  2015
Autor/in Alice Henkes
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