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10.2015




Zürich : Steve McCurry


von: Thomas Schlup

  
Steve McCurry · Schweisser in einer Schiffsabwrackwerft, Bombay/Mumbai, Indien, 1994 ©Magnum Photos


Steve McCurry (*1950) war zu einer Zeit für das ‹National Geographic Magazine› unterwegs, als auch Jodi Cobb, Sam Abell oder David Alan Harvey ihre Kameras zückten und 700 Filme für einen Auftrag brauchten. McCurry erhielt nun den letzten hergestellten Koda­chrome 64. Wie daraus eine Serie Porträts wurde, zeigt ein Film im Schaudepot - der Fotograf, der gerne allein unterwegs war, verfolgt von einem Kamerateam. McCurry bewegte sich vornehmlich im ‹Orient›. Aus Afghani­stan brachte er Bilder zurück, die den Krieg in den Gesichtern von Menschen auf der Suche nach Normalität zeigen: ein ‹Toothmaker›; ein Orangenverkäufer mit seinen Früchten auf dem Kofferraumdeckel eines ausgebrannten Autos; Kinder an Krücken, die ihre Beine durch Landminen verloren haben. Die Bilder aus Indien betören durch ihre fast überbordende Farbenpracht selbst auf dem Schiffsfriedhof; manche halten einen filigranen Moment fest und komponieren Licht, Landschaft und ein Detail zu einem Kunstwerk, wie das Bild des Blumenverkäufers auf seinem Boot, und bleiben oft doch etwas gemäldehaft. Natürlich ist auch ‹The Afghan Girl› (über)präsent; sie durchdringt uns mit ihren grünen Augen in der Ausstellung, vom Plakat hinab und vom Flyer, dessen Rückseite offenbar ein Missgeschick in der Setzerei widerfuhr.

Bis: 18.10.2015



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Ausgabe 10  2015
Ausstellungen Steve McCurry [03.07.15-18.10.15]
Institutionen Museum für Gestaltung – Schaudepot [Zürich/Schweiz]
Autor/in Thomas Schlup
Künstler/in Steve McCurry
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