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Hinweis
11.2015




Burgdorf : Andrea Heller


von: Alice Henkes


Andrea Heller · O. T., 2014, Aquarell auf Papier, 31x23 cm ©ProLitteris, Scheublein + Bak


Es ist keineswegs schwierig, auf Andrea Hellers (*1975, Zürich) Aquarellen etwas zu erkennen, schwierig ist es allerdings, dieses Etwas zu benennen. Sind es Landschaften oder Landkarten? Sind es merkwürdige Lebewesen - Mädchen, die sich in Kopfhöhe in Wolken auflösen, sprechende oder mindestens atmende Berge oder Pyramiden - oder nur die Baupläne solch wundersamer Wesen? Im Kabinett des Museums Franz Gertsch zeigt Heller eine Auswahl aktueller Arbeiten, die mit Aquarell und Tusche auf Papier entstanden sowie räumliche Objekte aus Glas, die die Formensprache ihrer Bilder aufnehmen. Die Werke der Künstlerin sind eindeutig narrativ und dabei doch zauberhaft uneindeutig. Wobei sich vor Arbeiten wie dem luftigen Tuschbild ‹Barrikade›, 2015, oder dem an Seemannsknoten erinnernden ‹Ohne Titel (Verwirrung)›, 2014, die Frage stellt, ob diese Formen und Strukturen der Welt von Zauber und Märchen zugehören oder nicht eher jener der Baupläne und chemischen Formeln. Viele ihrer Landschaften und Wesen sind aus geometrischen Formen, aus Wabenstrukturen zusammengefügt. Leicht und wie mit einem kleinen Lächeln balancieren die Werke von Heller auf der Grenze von klarer Nüchternheit und betörendem Märchenduft.

Bis: 08.11.2015



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Ausgabe 11  2015
Ausstellungen Andrea Heller [04.07.15-08.11.15]
Institutionen Museum Franz Gertsch [Burgdorf/Schweiz]
Autor/in Alice Henkes
Künstler/in Andrea Heller
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