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Hinweis
12.2015




Luzern : Irma Ineichen


von: Niklaus Oberholzer

  
Irma Ineichen · Feuer-See, 2015 , Öl auf Leinwand, 70x100 cm


Irma Ineichen (*1929) tritt seit vielen Jahren regelmässig in Luzern, aber auch weit darüber hinaus mit ihren subtilen, genau bedachten und zugleich traumhaft visionären Ölmalereien an die Öffentlichkeit. In der jüngsten Ausstellung in der Galerie Periferia zeigt sich ein neuer Ansatz in ihrem Schaffen: Ausgangspunkt der Serie ‹Die Namenlosen› sind alte Fotos von Kindern, die sie in kleinformatige Malereien umsetzt: Die hier statisch steifen, handkehrum aber auch tänzelnd ausschreitenden Figuren leuchten wie fahle Lichter auf dunklem Grund und scheinen Einblick in ihr rätselhaftes Dasein zu geben. Zu sehen sind aber auch dazu kontrastierende Arbeiten, in denen uns Ineichen in leuchtend farbig ausgestattete Innenräume lenkt. Sie sind menschenleer, beziehen aber ein stilles und intensives Leben aus den Wechselwirkungen zwischen den Farben und aus dem Blick durch die hoch liegenden Fenster in den hellblauen Himmel. Darüber hinaus zeigt die Künstlerin Landschaften oder genauer, Traum- oder Erinnerungsbilder davon. Häufig sind es durch sanfte Hügel begrenzte Seen, auf deren dunkler Wasserfläche bunte Lichter tanzen. Allen Arbeiten ist ein lebendiger, auf feine Nuancen setzender Farbauftrag gemeinsam. So erweist sich Ineichen als klassisch geschulte Malerin der eher ruhigen und nachdenklichen Art.

Bis: 19.12.2015



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Ausgabe 12  2015
Ausstellungen Irma Ineichen [09.11.15-19.12.15]
Institutionen Galleria Edizioni Periferia [Luzern/Schweiz]
Autor/in Niklaus Oberholzer
Künstler/in Irma Ineichen
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