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12.2015




Solothurn : Eva Maria Gisler


von: Alice Henkes

  
Eva Maria Gisler · Ohne Titel, 2015, Beton, Armierungsstahl. 2 tlg., 60x201x79 cm. Foto: Markus A. Jegerlehner


Die Aufschüttung eines Kieswerks, in die der Regen tiefe Furchen gewaschen hat, so dass der künstliche Berg an ein Faltengebirge erinnert, fasziniert Eva Maria Gisler (*1983) ebenso wie die Ausgrabung einer ehemaligen Siedlung im weiteren Umland von Tiflis. Die in London lebende Aargauerin spürt mit der Fotokamera Räumen und Strukturen nach. Besonders interessieren sie veränderliche, unfertige Formen, die den Gedanken der Vergänglichkeit in sich tragen und die Vorstellungskraft anregen. So wie die Ausgrabungsstätte, deren Rasterform von möglichen Bauten kündet. Oder die Deckenleuchten, welche die Künstlerin im Opernhaus von Vilnius streng von unten her fotografiert hat und die mit ihren Kreisformen an eine Schautafel für chemische Elemente denken lässt. Noch freier wird dieses Spiel mit potenziellen Räumen in einer Serie von Fotogrammen, in der Gisler einfache Objekte aus Plexiglas und Kunststoff zu konstruktivistisch anmutenden Komposi­tionen arrangiert. Für ihre aktuelle Ausstellung ‹Redirecting Objects› hat die zudem eine Reihe von Betonobjekten geschaffen, die wie Teile aus einem grossen Baukasten wirken. Doch wer sie im Geist zusammensetzt, merkt rasch, dass die Objekte bizarr verdreht sind. Funktionale Räume lassen sich mit ihnen nicht zusammensetzen, wohl aber utopische Strukturen.

Bis: 19.12.2015


bis 19.12., danach auf Anfrage



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Ausgabe 12  2015
Ausstellungen Eva Maria Gisler [25.10.15-06.02.16]
Institutionen Kunstraum Medici [Solothurn/Schweiz]
Autor/in Alice Henkes
Künstler/in Eva Maria Gisler
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