Links zum Text und die Möglichkeit, diese Seite weiterzusenden, finden Sie am Ende dieser Seite


Hinweis
12.2015




Vaduz : Ferdinand Nigg


von: Patricia Grzonka


Ferdinand Nigg · Georgslegende, undatiert, Stickerei. Foto: Ines Agostinelli


Mit Ferdinand Nigg (1865-1949) widmet das Kunstmuseum Liechtenstein einem bis heute wenig bekannten Künstler eine grosse Überblicksausstellung. Niggs gattungsübergreifende Arbeiten basieren auf seiner grafischen Ausbildung bei Orell Füssli in Zürich, die auch in seinem Spätwerk immer wieder spürbar ist. Als Grenzgänger zwischen den Disziplinen verband er sein ungemein präzises Gefühl für die Fläche mit einer sehr modern wirkenden Formensprache. Geradezu verblüffend aus heutiger Sicht sind daher seine frühen Stickereien mit Kreuzstichen, die meist eine Umsetzung von Szenen mit Menschengruppen oder Tieren darstellen. Nigg hat in seiner späteren Funktion als Dozent an den Kunstgewerbeschulen in Magdeburg und Köln Buchgewerbe und Textiles Werken unterrichtet. Spannend sind die frühen Entwürfe und Kleistermalereien, die zum Teil bereits Anklänge an Stoff- und Musterentwürfe erkennen lassen. Neben den gestickten Wandbehängen mit kirchlicher Motivik ist es dann aber die Auswahl von privaten Sammlungsobjekten Niggs mit textilen Fundstücken und Zeitungsfotos, die eine aufschlussreiche Verbindung zu tages­aktuellen Inspirationsquellen - Massenszenen genauso wie Grossstädte - darstellt.

Bis: 24.01.2016



Links

Anfang Zurück zum Anfang
Ausgabe 12  2015
Ausstellungen Ferdinand Nigg [11.09.15-24.01.16]
Institutionen Kunstmuseum Liechtenstein [Vaduz/Liechtenstein]
Autor/in Patricia Grzonka
Künstler/in Ferdinand Nigg
Weitersenden http://www.kunstbulletin.ch/router.cfm?a=15112723423340Q-39
Geben Sie diesen Link an, falls Sie diesen Eintrag weitersenden möchten.