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Hinweis
1/2.2016




Zürich : Carlo Domeniconi


von: Lucia Angela Cavegn

  
Carlo Domeniconi · Ohne Titel. 100x140 cm, Öl auf Karton, 2014


Carlo Domeniconi (*1951) ist kein Künstler wilder Sprünge. Vielmehr bleibt er seiner Linie über Jahre treu. Er vertieft seine künstlerischen Recherchen in einem klar abgesteckten Feld: Es geht um die Untersuchung des Verhältnisses zwischen Licht, Farbe, Schatten und Bildraum. Seine All-over-Kompositionen erschliessen abstrakte Räume, in denen sich farbige Streifen und Schlaufen überlagern. Die partiell einander überlagernden Farbschichten führen nicht nur zu einer Verdichtung der Komposition, sondern ebenso zu einer Vertiefung des Farbraumes. Es entsteht eine Spannung zwischen den lichterfüllten Farbbahnen und den dunklen Partien, die als Verschattungen interpretiert werden. In seiner neuesten Serie monochromer Quadrate nutzt der Künstler die durch die Textur der Oberfläche bedingte Lichtreflexion bzw. -absorption. In die noch feuchte Malschicht werden Rillen geritzt, die einfache Formen in die Farbe einschreiben. Je nach Lichteinfall ist dieses feine Relief mehr oder weniger sichtbar. Es funktioniert wie eine Blindenschrift und spricht mehr den Tast- als den Sehsinn an. Die als Kippbilder funktionierenden Ölgemälde sind ein Lehrstück hinsichtlich der optischen Wahrnehmung.

Bis: 23.01.2016



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Ausgabe 1/2  2016
Ausstellungen Carlo Domeniconi [05.12.15-23.01.16]
Institutionen sam scherrer contemporary [Zürich/Schweiz]
Autor/in Lucia Angela Cavegn
Künstler/in Carlo Domeniconi
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