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Hinweis
3.2016




Lausanne : A. L. Pitteloud, A. Hildebrand


von: Katharina Holderegger Rossier

  
Anne Hildbrand · E pur si muove, Prix du Jury 2014, MCBA, 2016. Foto: Nora Rupp


Das MCBA zeigt die Perlen im nachwachsenden Kunstschaffen des Kantons. Durch gute Geister, aber auch das brillante Jonglieren seiner Konservatorin für zeitgenössische Kunst, Nicole Schweizer, mit den Positionen von drei Jurys und 30 Künstler/-innen aus drei Preisen ist dabei heuer eine packende Ausstellungsverschachtelung gelungen. Die ‹Accrochage Vaud 2016› oszilliert anregend zwischen eher zerebralen, grafischen oder Appropriation-Arbeiten und ausgesprochen sinnlichen Monochromen wie David Gagnebins-de Bons gestischen Cyanautochromen, Frédéric Gabiouds aufgespiessten Tintenstrahldrucken oder Taryk Haywards zusammengekratzter Lehmsäule. Am Ein- und Ausgang des dritten Saals sorgt dann die Manor-Preisträgerin Annaïk Lou Pitteloud durch das Einsetzen von Türen und das Öffnen von Fensterluken für eine ebenso monumentale wie klimatische Zensur, in der Werk, Museum und Welt zauberhaft miteinander verschmelzen. Ebenso dezidiert lässt die mit dem Prix du Jury 2014 prämierte Anne Hildebrand - auch auf der Suche nach (noch) möglichen Orten der Kunst - im letzten Raum mit ihren sich an der Decke horizontal bewegenden Leinwänden in dessen Fenster-, Eingangs-, Bank- und Hygrometermassen die Schau wie in einem kühnen Traum ausklingen.

Bis: 06.03.2016


mit 2 Katalogen



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Ausgabe 3  2016
Ausstellungen Accrochage [Vaud 2016] [22.01.16-06.03.16]
Institutionen Musée Cantonal des Beaux-Arts Lausanne [Lausanne/Schweiz]
Autor/in Katharina Holderegger Rossier
Künstler/in Anne Hildbrand
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