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Hinweis
3.2016




München : Rodney Graham


von: Kristin Schmidt

  
Rodney Graham · Typewriter with Flour, 2003, Courtesy Sammlung Goetz, München


Das Bezugssystem von Rodney Graham (*1949, Abbotsford) ist weit verzweigt. Spezielle Kenntnisse in Musik- und Kunstgeschichte, in Philosophie und Literatur sind von Vorteil. Doch auch wer nur die Ergötzung an attraktiven Bildern sucht oder sich einfach amüsieren will, freut sich auf ein Wiedersehen mit den konzeptuellen Werken des Kanadiers. Gags gibt es ebenso wie Tiefgang, Poesie ebenso wie Leichtigkeit. Und dies in einer grossen medialen Bandbreite: Die aktuelle Retrospektive umfasst Musik, Installationen, Fotografien, Skulpturen, Leuchtkästen und Filme. Graham agiert immer wieder selbst als Musiker und Schauspieler. In seinen Kurzfilmen gerät er in missliche Lagen. Die gestellten Situationen sind absurd und weit weg vom alltäglichen Erleben. So funktionieren sie in Endlosschlaufe als Sinnbilder für das verzwickte menschliche Miteinander und die ständige Wiederkehr des Unzulänglichen - der Künstler klammert sich dabei nicht aus. Grahams Interesse an der Welt schliesst auch die Natur ein, umso mehr als sich mit ihr die Brücke in die Geisteswelt schlagen lässt. Schickt er beispielsweise einen Hubschrauber mit Suchscheinwerfern über einen nächtlichen Wald, so sind auch literarische Topoi allgegenwärtig - künstlerische Schönheit und Inhalt sind einmal mehr vereint.

Bis: 23.04.2016



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Ausgabe 3  2016
Ausstellungen Rodney Graham [28.11.15-23.04.16]
Institutionen Sammlung Goetz [München/Deutschland]
Autor/in Kristin Schmidt
Künstler/in Rodney Graham
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