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4.2016




Basel : Annette Barcelo


von: Iris Kretzschmar

  
Annette Barcelo · Schwarzer Frühling, 2015/16, 31,5x65 cm, Mischtechnik auf Karton


Die totemartigen Wesen, Kobolde und Chimären von Annette Barcelo (* 1943, Basel) wirken ebenso erheiternd wie bedrohlich. Entspringen sie Albträumen oder schlägt uns hier schwarzer Humor entgegen? Vielleicht beides. In den skurrilen Kreaturen verschmelzen Geschlechter, Menschen und Tiere. Auch kleine Totenköpfe, Skelette und düstere Engel mischen sich unter das groteske Personal. Die Künstlerin malt und zeichnet mit Pinsel und Kreide, in dezidiertem Duktus, vorwiegend in Schwarz und Weiss, nur wenige Farben setzen Akzente. Parallelen in der Kunst finden sich am ehesten in der Art Brut oder in mythologisch aufgeladenen archaischen Kulturen. Beabsichtigt ist dieser Bezug aber keineswegs, wie Barcelo betont. Die Darsteller dieses Schattentheaters sind über Adern und Haarsträhnen miteinander verstrickt. Sie lieben, leiden, ergreifen Besitz voneinander und gehen schwanger miteinander. Alles in steter Verwandlung, zwischen Leben und Tod schwingt nur eine Membran. Dies machen uns die Bilder von ­Barcelos Zwischenwelten bewusst.

Bis: 16.04.2016



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Ausgabe 4  2016
Ausstellungen Annette Barcelo [18.03.16-16.04.16]
Institutionen Mäder [Basel/Schweiz]
Autor/in Iris Kretzschmar
Künstler/in Annette Barcelo
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