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4.2016




Bern : Ka Moser


von: Alice Henkes

  
Ka Moser · Aare Spiegelung, 2014, Digital-Print


Es sind nur wenige Farbtöne, mit denen Ka Moser (*1937) ihre Werke komponiert. Mit einer stupenden Konsequenz bezieht sich die in Bern lebende Künstlerin auf ein Farbengedicht, das 1983 spontan während einer Konzertperformance entstand. Vielfach hat sie die zehn Töne dieses Gedichts verarbeitet. In Öl, Acryl oder Aquarell entstanden kleinräumige Farbfelder, gespiegelt, vervielfältigt und zu Mustern geordnet. Einzelne Partien dieser Muster hat sie kopiert und weiter bearbeitet. Seit rund zehn Jahren bearbeitet sie ihre Farbfelder in gleichbleibender Vorgehensweise am Computer, wie dies die Serie ‹Carrément›, 2013, zeigt. Ausgangspunkt ist eine grösserere Farbfeldarbeit. Vier Farbfeldern hat die Künstlerin daraus ausgeschnitten und leicht verzerrt, mal vertikal, mal horizontal. Durch Vervielfältigung ist ein Muster entstanden, das sich nach Auflösung des Rasters in eine beinahe monochrome violette Farbfläche verwandelt, in der leichte Untertöne mitschwingen. Bei ihren digitalen Exkursionen in die Welt der Farben lässt Moser die strenge Ordnung der früheren Arbeiten hinter sich und operiert mit perspektivischen Darstellungen, unsystematischen Farbfeldakkumulationen und bewussten Unschärfen. Dabei streift sie das Gebiet der wissenschaftlichen Darstellungen, erinnern doch manche ihrer verschwommenen Drucke an die Bilder hochauflösender Elektronenmikroskope, die in das eigentlich Unsichtbare vordringen.

Bis: 16.04.2016



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Ausgabe 4  2016
Ausstellungen Ka Moser [12.03.16-16.04.16]
Institutionen DuflonRacz [Bern/Schweiz]
Autor/in Alice Henkes
Künstler/in Ka Moser
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