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Hinweis
4.2016




Rapperswil/Jona : Autofoffice


von: Nicola Schröder

  
Hanne Lippard · Support, 2014, Videostill


Im Rahmen des Kurator* Stipendiums der Gebert Stiftung für Kultur läuft derzeit in der Alten Fabrik eine fünfteilige Ausstellungsreihe, kuratiert von Christina Lehnert (*1983, Baden-Baden). Unter dem Thema ‹120% - Optimierung vs. Entropie› versammelt sie künstlerische Positionen, die das Diktum der Selbstoptimierung sezieren. Ein Zwang, der zu Absurditäten führt. Das verdeutlichen künstlerisch erzeugte Spiegel, Umkehrungen und inszenierte Leerstellen auf teils subversive Art. Für die dritte Ausstellung ihrer Reihe bringt Lehnert die junge norwegisch-britische Künstlerin Hanne Lippard (*1984) in die Schweiz. Lippard befasst sich primär mit der Sprache, darunter der Umdeutbarkeit der Sprache beim Sprechen - ihre Mittel sind Performances. Über installative Elemente bezieht sie aber auch Gegenstände und situative Aspekte mit ein und erzielt so mehrdimensionale Reflexionen. Für ‹Autofoffice› dient ihr eine stilisierte Bürosituation. Im Zentrum steht ein Telefon, das per Anrufbeantworter einen Text von ihr rezitiert. Als Reminiszenz an ein klassisches Orakel steigt dabei Rauch auf - aus einem aromatisierten Luftbefeuchter. Tatsächlich wird hier aber lediglich das Bild einer optimierten Arbeitssituation rekonstruiert. Der vermeintliche Protagonist fehlt.

Bis: 17.04.2016



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Ausgabe 4  2016
Ausstellungen Hanne Lippard [05.03.16-17.04.16]
Institutionen Alte Fabrik [Rapperswil-Jona/Schweiz]
Autor/in Nicola Schröder
Künstler/in Hanne Lippard
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