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Hinweis
4.2016




Wien : Lutz Bacher


von: Patricia Grzonka

  
Lutz Bacher · More Than This, 2016, Secession Wien. Foto: Oliver Ottenschläger


In Zeiten, in denen die Aura der authentischen Künstlerhandschrift eine Art Re-Revival erfährt, setzt die unter ­einem Pseudonym auftretende amerikanische Künstlerin Lutz Bacher (*1955) auf erstaunlich unmodische Verfahren. In ihrer Ausstellung im Hauptraum der Secession verwendet Bacher vorzugsweise bereits bestehende Kunstwerke, die sie dekontextualisiert neu installiert - als eine Form von Recycling-Kunst einerseits, aber auch als meditative Geste, die im Gebrauchten einen Wert für sich erkennt: Japans Wabi-Sabi-Tradition kommt einem in den Sinn oder die Appropriationskunst der US-Achtzigerjahre. Hier sind es schmutzig-gelbliche riesige Rohrstücke aus einer Installation von Carsten Höller aus dem PS1 in New York sowie Kulissenzeichnungen aus einer vergangenen Theaterproduktion, die als Fries die Wände bedecken. Vogelgezwitscher und eine unterschiedliche Tageslicht­situation simulierende Installation verstärken den Eindruck ästhetischer Sparsamkeit. Lutz Bacher, die unter einem männlichen Pseud­onym arbeitet und als geheimnisvoll gilt, war für eine Lecture-Performance zur Ausstellungseröffnung anwesend. Sparsam geht die Konzeptkünstlerin auch mit Informationen zu ihrer Arbeit um, aber welcher Künstler und welche Künstlerin tut das nicht?

Bis: 03.04.2016



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Ausgabe 4  2016
Ausstellungen Lutz Bacher, Dike Blair [12.02.16-03.04.16]
Institutionen Wiener Secession [Wien/Österreich]
Autor/in Patricia Grzonka
Künstler/in Lutz Bacher
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