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Hinweis
5.2016




Zürich : Luc Aubort


von: Alice Henkes

  
Luc Aubort · Théâtre, 2016, und 1 cercle noir, 2016, Acryl auf Leinwand, 70x110 cm, lange+pult, Zürich


Ein Stück Gestein hängt in ­einem Netz aus Fäden, einige Partien gelblich überkrustet wie von einer Flechte. Oder ist es Farbe? Was zeichnet diesen Stein aus? Hat er eine rituelle Bedeutung? Woher stammt er? Die Antwort ist profan: Es handelt sich um ein Stück Asphalt aus einem Strassenbelag. Die gelblichen Spuren sind Teil einer ehemaligen Fahrbahnmarkierung. Luc Aubort (*1971) arbeitet bei der Herstellung seiner Assemblagen mit Fundstücken, die er bearbeitet und miteinander kombiniert. Besonders gern verwendet er Materialien wie Holz und Stein sowie Reste industrieller Gegenstände aus Metall oder Textil. Mal belässt Aubort seine Funde roh, mal bearbeitet er sie nach strengem ästhetischem Konzept. Was aussieht wie Spuren von Erosion, verdankt sich in Wahrheit oft einem künstlerischen Prozess. Aubort erstellt mit seinen Objekten eine Art falsches Museum, in dem man vermeintlichen Naturobjekten und Werkgegenständen begegnet, die tatsächlich weder ganz natürlich noch traditionell handwerklich sind. Der in Lausanne lebende Künstler hinterfragt so auch unser Verhältnis zur Natur und zum naturnahen Leben, das durch allerlei Klischees und Traumvorstellungen geprägt ist.

Bis: 14.05.2016



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Ausgabe 5  2016
Ausstellungen Donato Amstutz, Luc Aubort [17.03.16-14.05.16]
Institutionen Galerie Lange + Pult [Zürich/Schweiz]
Autor/in Alice Henkes
Künstler/in Luc Aubort
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