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7/8.2016




Genève : Lauren Huret


von: Katharina Holderegger Rossier

  
Lauren Huret · Waterscreensaver, 2016, digitale Collage


Zu Beginn dieses Jahres hat das Associated Press Stylebook empfohlen, «Internet» nicht mehr grosszuschreiben wie sonst im Englischen nur Kontinente, Nationen, Epochen, Autoritäten... Doch ist die virtuelle Welt wirklich, wie damit suggeriert, zu einem alltäglichen Service wie Briefpost oder Kabeltelefon geworden? Ist sie nicht ein nach wie vor mit Emotion, Magie und Mystik aufgeladener Bereich? Die an der HEAD ausgebildete Künstlerin Lauren Huret (*1984) entwirft mit Collagen aus Computermagazinen seit den Achtzigerjahren nicht nur eine Narration unserer Betretung dieses grenzenlosen wie im Meer oder im All verborgenen Neulands. Ihren Körper an Fensterscheiben quetschend und Bildschirme sprengend, zeigt sie auch auf, wie stark die glatte Oberfläche der E-Devices zu einer sterilen Wahrnehmung führt. Und wenn sie in Performances iPhones segnet oder dem Publikum dank Gesichtserkennungs-Applikationen wie eine Hellseherin ins Leben blickt, entlarvt sie, wie wir uns im Internet entblössen. Das Kunsthaus Langenthal hat im Frühling ihre erste Einzelschau, ‹Artificial Fear, Intelligence of Death›, gezeigt. Begleitet wurde sie von einer lesenswerten Publikation mit Interviews mit führenden IT-Spezialisten. Der Offspace Hard Hat hat nun dazu mit ‹Artificial Fear, Intelligence of Life› ­einen Echoraum ausgerichtet.

Bis: 31.07.2016



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Ausgabe 7/8  2016
Ausstellungen Lauren Huret [20.05.16-31.07.16]
Institutionen Hard Hat [Genève/Schweiz]
Autor/in Katharina Holderegger Rossier
Künstler/in Lauren Huret
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