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7/8.2016




Mannheim : Hannah Höch


von: Hans-Dieter Fronz

  
Hannah Höch · Künftige Lenze, 1956, Öl auf Leinwand, 90 cmx80 cm ©ProLitteris, Courtesy Galerie Remmert und Barth, Düsseldorf


Noch ein Beitrag zum Dada-Jahr. Dass die Kunsthalle Mannheim Hannah Höch, der «Revolutionärin der Kunst», gerade jetzt eine umfangreiche Retrospektive widmet, ist kein Zufall. Mit rund 150 Exponaten wird ihr gesamtes künstlerisches Schaffen beleuchtet - bis hin zum selten gezeigten Spätwerk der Nachkriegszeit. Als Mitglied des Berliner Clubs Dada beteiligte sich Höch 1919 an Dada-Ausstellungen und -Soirées. Sie habe sich immer ein «Höchstmass von Freiheit» erlaubt, sagte sie. Ihr «künstlerisches Credo» mündet in dem Satz: «Ich möchte feste Grenzen verwischen.» Das tat sie etwa in Fotomontagen, einer Technik, als deren Miterfinderin sie gilt. Die Gestaltung urbaner Räume schwankte zwischen Idylle und Horrorvision. Und den Naturdarstellungen ist die Imago von Technik und urbaner Zivilisation eingeschrieben: das Paradiesgärtlein als apokalyptisches Feld, Disteln als «Synthetische Blumen» mit Propellerflügeln. Dabei liegt ihr nichts ferner als Technikverdammung. Im Alter posiert sie in ‹Lebensbild› als Astronautin neben Neil Armstrong auf dem Mond. Die Abstraktionen der Nachkriegszeit sind mit so schönen Beispielen wie ‹Künftige Lenze› von 1956 vertreten.

Bis: 14.08.2016



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Ausgabe 7/8  2016
Ausstellungen Hannah Höch [22.04.16-14.08.16]
Institutionen Kunsthalle Mannheim [Mannheim/Deutschland]
Autor/in Hans-Dieter Fronz
Künstler/in Hannah Höch
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