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Hinweis
9.2016




Zürich : HOME at Schwarzescafé


von: Nicola Schröder

  
Ausstellungsansicht Home, gta exhibitions 2016. Foto: Stefan Altenburger


Im Westbau hat kürzlich ein Café eröffnet. Das ist erwähnenswert, weil es sich um eine erneute Kooperation der LUMA Foundation mit gta Ausstellungen handelt. Mit dem Projekt, das vorerst auf den Zeitraum der Manifesta begrenzt ist, geht man weiter einer Verschränkung von Architektur und bildender Kunst nach. Ausgestaltet von Heimo Zobernig ist das Café eine grossräumige Installation in durchgehend schwarzem Design. Neben dem tatsächlichen Angebot eines Cafés bietet es Raum für die Bibliothek der Kunsthalle sowie für Vorträge und weitere künstlerische Interventionen. ‹HOME› knüpft als Gruppenausstellung an dem semi-heimischen Charakter eines Cafés an. Sie geht sehr weit gefasst und existentialistisch orientiert mit dem Begriff um: Inmitten der Tische steht ‹Lucifers Baby Carriage› von Karen Kilimnik, ein Kinderwagen aus schweren schwarzen Stoffen und Bordüren. In der Nähe liegt ein Berg von Pillen am Boden, daneben Fixerutensilien. Der düstere Charakter wird verstärkt durch Sam Pulitzers Fotos von menschenleeren, teils heruntergekommenen Wohnsituationen. Frances Stark seziert ihrerseits die Rolle der Hausfrau und die häuslichen Motive von Felix Vallotton. - Was zuerst wie die etwas überzogene Inszenierung des Themas ‹Künstlercafé› wirkt, gibt diesem Ort letztlich einen spürbaren Mehrwert.

Bis: 18.09.2016



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Ausgabe 9  2016
Autor/in Nicola Schröder
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