Links zum Text und die Möglichkeit, diese Seite weiterzusenden, finden Sie am Ende dieser Seite


Hinweis
10.2016




Comgone/Crans-Montana : Qui a mangé Jonny Depp?


von: Sibylle Omlin

  
Berclaz de Sierre · Qui a mangé Jonny Depp?, 2016, Stammbaum des Zuchtstiers Jonny Depp und seine Haut. Foto: Robert Hofer


Ein eigenwilliges Kunstprojekt geht diesen Sommer auf der Alp von Comgone (1418 mü.M.) bei Crans-Montana vor sich: ‹Qui a mangé Jonny Depp?› Der Walliser Künstler Berclaz de Sierre richtete auf dem Maiensäss seines Freundes und Kurators Benoît Antille eine Ausstellung ein, in der er das Schicksal des Zuchtstiers Jonny Depp (geschlachtet 2008) recherchiert. Vom Stier ist heute nur noch das Fell übrig. Berclaz de Sierre hat den Stammbaum des Stiers, die Nachkommen seit 2008 und die Zusammenhänge von künstlicher Besamung in der industriell-agrarischen Fleischproduktion nachgezeichnet. Zuchtstiere spielen in diesem Kontext die Rolle der Erzeuger von Samen für leistungsstarke Milch- oder Fleischkühe. Nach drei Jahren in der Samenproduktion ist das Potenzial der Jungstiere verbraucht, dann landen sie auf der Schlachtbank. In den Räumen der Alphütte Comogne - mit herrlicher Aussicht auf die Südalpen - sind die recherchierten Datenmengen in Form von Tabellen, Stammbäumen und Fotografien zu sehen und bilden eine Art Memorial für den Stier. Eindringlich sind die Selbstporträts des Künstlers, auf denen er sich die Werkzeuge der Zuchtstierarbeit selber am Körper anbringt.


bis November, auf Anmeldung: Tel. 078 758 01 29



Links

Anfang Zurück zum Anfang
Ausgabe 10  2016
Autor/in Sibylle Omlin
Weitersenden http://www.kunstbulletin.ch/router.cfm?a=16092223363221F-32
Geben Sie diesen Link an, falls Sie diesen Eintrag weitersenden möchten.