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10.2016




Lausanne : Basquiat, Dubuffet, Soulage...


von: Katharina Holderegger Rossier

  
Jean Dubuffet · Donnée, 1. Juni 1984, Acryl auf Papier, auf Leinwand, 67x100 cm ©ProLitteris. Foto: Eric Frigière


Die Ensembles vor allem zeitgenössischer Kunst eines inzwischen neunzigjährigen Sammlers erweisen sich als schiere Erquickung von Auge, Gefühl und Hirn. Dass er anonym bleiben wollte, sagt schon viel. Und sowohl das Gezeigte wie auch die Kommentare, die ihm Florence Grivel von RTS Espace 2 für die Audioguides entlockt hat, führen immer wieder mit feiner Ironie zum Wesentlichen. Vor einem feurigen Asger Jorn lacht der Mann etwa «Es gibt Kunstschaffende, die geben einem viel Arbeit, und andere, mit denen ist man sofort im Paradies» und fasst damit zugleich die beiden Pole seiner Sammlung: stark expressionistische und streng minimalistische Werke. In seinen Worten klingt aber auch das Existenzielle an, das für ihn in Farbe, Form und Textur stets spürbar werden muss: Geburt, Liebe Tod, Askese und Mystik. Wie selbstverständlich tauchen deshalb auch Bourgeois oder Burden zwischen den überwiegend malerischen Positionen auf. Dem Kuratorenduo Sylvie Wuhrmann, Direktorin des Museums, und Didier Semin, Professor an der MBA in Paris, ist dabei eine anregende Nachempfindung der aparten und eleganten Dialoge im Heim des Sammlers gelungen. Da treffen sich nicht nur Soulage und Tobey, Bourgeois und Penone. Da stossen Barry und Torroni auch mal auf Büsten von Houdon und Carpeaux.

Bis: 30.10.2016



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Ausgabe 10  2016
Ausstellungen Basquiat, Dubuffet, Soulages... [24.06.16-30.10.16]
Institutionen Fondation de l'Hermitage [Lausanne/Schweiz]
Autor/in Katharina Holderegger Rossier
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