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Hinweis
10.2016




Oetwil am See : Helen Dahm


von: Daniela Hardmeier

  
Helen Dahm · Raumgitter, 1958, Öl auf Leinwand, Privatbesitz. Foto: Lisbeth Grimm


Keine zehn Jahre umfasst das späte abstrakte Werk von Helen Dahm. Gestisch, spontan, experimentierfreudig und vor allem sinnlich kommen ihre Flecken-, ­Git­ter- und Splitterbilder daher. Einen ­eindrücklichen Beitrag hat diese - nach wie vor wenig be­kannte - Malerin zur Schweizer Spielart des ­Tachismus geleistet. Einen dichten Einblick in die späte wichtige Schaffensphase vermittelt die diesjährige Ausstellung im Helen Dahm ­Museum in Oetwil. Obwohl Dahm den Grossteil ihres Lebens fernab der Kunstzentren verbrachte, war sie bestens informiert über die neuen Strömungen, die von Frankreich her kommend auch in der Schweiz schnell aufgenommen wurden. Der Weg zur Abstraktion zeichnete sich in ihrem Werk der Fünfzigerjahre bereits ab, die Bilder, die in Oetwil zu sehen sind, erinnern an einen Befreiungsschlag, mit dem die beinahe Achtzigjährige ausbricht aus ihrer Bildwelt der grossformatigen Pflanzen und Landschaften oder der mystisch-religiösen Sinn- und Selbstsuche. In drei konzentriert gehängten Räumen zeigt die Schau, wie Dahm ringend und suchend Neues erprobt: Da wird Farbe geschichtet, geklatscht und getropft. Entstanden sind Werke, die eine eigenwillige Facette in der gestischen Malerei jener Zeit darstellen.

Bis: 06.11.2016



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Ausgabe 10  2016
Ausstellungen Helen Dahm: Das Feuerwerk von Oetwil [03.04.16-06.11.16]
Institutionen Helen Dahm Museum [Oetwil am See/Schweiz]
Autor/in Daniela Hardmeier
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