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Hinweis
1/2.2017




Basel : Max Grauli


von: Iris Kretzschmar

  
Max Grauli · Ohne Titel, 2013, Bleistift, Kugelschreiber, Farbstift auf Papier, 29,7x21 cm ©ProLitteris


Seit 2008 zeigt das Museum im Ate­lierhaus des verstorbenen Rolf Rappaz jährlich drei bis vier Ausstellungen aus dem Umfeld der konkreten und konstruktiven Kunst. Aktuell sind es über drei Räume Malerei, Zeichnungen und Linolschnitte von Max Grauli (*1957). Seit über dreissig Jahren beschäftigt sich der Künstler mit elementaren Aspekten von Fläche und Raum. Die neuen Bilder basieren auf dem Quadrat. Schwarz und Weiss, seltener Silber, herrschen vor. Mit wenigen horizontalen und vertikalen weissen Linien lässt Grauli ­Gefüge entstehen, die an japanische Architektur erinnern. Die Sparsamkeit der Mittel evoziert eine kontemplative Ruhe, die nur von wenigen dynamischen Diagonalen gebrochen wird. So konzeptuell die äussere Erscheinung - so intuitiv geht Grauli vor. Leichte Verschiebungen brechen die Ordnung auf, minimale Farbausbrüche dämpfen die Klarheit der Komposi­tion. Flächen in lasierendem, monochromem Schwarz öffnen sich zum Farbraum hin. Kleinere Formate auf Papier wirken wie Ausschnitte aus Ornamenten. Filigrane Zeichnungen mit Farbstift, fast wie Saiten eines Instruments gespannt, erscheinen auf getönten Papieren und lassen eine ästhetische Erfahrung zu, die an minimalistische Musik erinnert.

Bis: 22.01.2017



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Ausgabe 1/2  2017
Ausstellungen Max Grauli [19.11.16-22.01.17]
Institutionen RappazMuseum [Basel/Schweiz]
Autor/in Iris Kretzschmar
Künstler/in Max Grauli
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