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3.2017




Appenzell : Christian Hörler


von: Kristin Schmidt

  
Christian Hörler · Raumansicht Ziegelhütte, 2017. Foto: Urs Baumann


Ab wann ist eine Form eine Form? Wenn sie sich beschreiben lässt? Konturen besitzt? Wodurch wird eine Masse zur Plastik? Wann gerinnt Farbe zum Bild? Christian Hörler (*1982, Meistersrüte) arbeitet an Grundsätzlichem, aber er behauptet keine Endgültigkeiten. Materialien wie Gips, Kalk und Farbe werden auf ihre Eigenschaften hin untersucht. Die Arbeit mündet nicht zwingend in klar umrissenen Formen und Bildern, sondern nähert sich Formaten und Körpern an, lässt Formloses gelten, wird in Serien ausdifferenziert und immer wieder neu überprüft. Hörlers Ausstellung in der Kunsthalle Ziegelhütte gleicht einem grossen Denk- und Werklabor, in dem die Raumsituation zum Bestandteil der Arbeit wird. Der kleinste Saal ist mit Packpapier an den Wänden zu einem Gehäuse umgestaltet. Fragile Papier­arbeiten sind hier zu einer Erzählung über Farbe, Linie, Dynamik und Volumen zusammengesetzt. Im ersten Obergeschoss sind an die Wand geschleuderte Gipsklumpen ausgehärtet – Entstehungsprozess und Werkform sind identisch. Daneben spielt Hörler in seinen Gipsobjekten mit dem Verhältnis von Sockel und Werk, sucht dabei immer wieder neu die Balance oder überlässt es dem Material, sie zu finden.

Bis: 19.03.2017



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Ausgabe 3  2017
Autor/in Kristin Schmidt
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