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3.2017




Genève : Pipilotti Rist


von: Katharina Holderegger Rossier

  
Pipilotti Rist · Monochrome Rose, 2016, Tram Linie 14. Foto: Pierre Albouy


Frisch und munter hat Pipilotti Rist das Tram ‹Monochrome Rose› auf die Linie 14 entlassen. Innen und aussen ist es in die Fetischfarbe zwischen Himbeere und Fuchsie von Elsa Schiaparelli getaucht, der ausschweifenden, unverschämten Rivalin der strengen Coco Chanel. Klangvoll blitzen in den orangen Schriftzügen und violetten Polsterfäden des Gefährts zudem die Seitenfarben von Rosa und Rot auf. Hinzu kommen flirrende Videos auf Monitoren sowie auf den Boden projizierte visuelle Duschen. Tagtäglich schlängeln sich so nun 44 Meter Sinnlichkeit, Spiel und Spass von Genf in vier periphere Gemeinden: Lancy, Onex, Confignon, Bernex. Diese haben das unter kantonalem Patronat realisierte Projekt ‹art&tram› aufgegleist. Sylvie Defraoui hat dabei in Lancy bereits der Höhlenmalerei entlehnte Muster auf den Asphalt gezeichnet, denen in Onex Ugo Rondinones ‹Weiser› aus Steinblöcken in einer gleichfalls archaischen Sprache antwortet, während Serge Hattan in Confignon das Stakkato der Strassenlampen durch Verbiegungen in einen beschwingten Tanz verwandelt hat. Gespannt erwartet man noch in Genf eine Neo-Mosaiklandschaft John Armleders sowie in Bernex eine Skulptur-Architektur von Lang/Baumann.



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Ausgabe 3  2017
Autor/in Katharina Holderegger Rossier
Künstler/in Pipilotti Rist
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