Links zum Text und die Möglichkeit, diese Seite weiterzusenden, finden Sie am Ende dieser Seite


Hinweis
3.2017




Zürich : KUhLToUR


von: Thomas Schlup

  
Ueli Hofer · Landleben, 2009, Scherenschnitt, 36x50 cm


Ein wahrer Kuhreigen in allen Formen und Farben prägt das Haus Appenzell mitten in Zürich. Die Sonderausstellung zum zehnjährigen Bestehen dieser Ost und West verbindenden Kulturinstitution zeigt Gegensätze wie auch Gemeinsamkeiten im Umgang mit dem viel zu oft gering geschätzten und äusserst sensiblen Herdentier auf. Die Kuratorin Hao Yu spannte den Bogen von der Kuh als Symbol für Fleiss und Wohlstand in China bis zum Zyklus des Alpsommers in der Schweiz. Man begegnet Schellen und ‹Tschäppel› (Schmuck zur Alpabfahrt), sieht einem Experten bei einer Viehschau über die Schulter und lernt die verschiedenen Rassen der Schweiz kennen, von denen das Rätische Grauvieh und die Hinterwälder Kuh im Inventar von Pro Specie Rara sind. Vom Eingang steigt entlang der Treppe ein langer, sorgfältig zusammengestellter und detaillierter Alpaufzug aus geschnitzten Figuren in den ersten Stock, während vor allem im Untergeschoss Werke zeitgenössischen Kunstschaffens präsentiert werden. Stellvertretend erwähnt seien das ‹Goldvreneli›, 2012, ein Papierschnitt von Monika Flütsch, und ‹Mädchen reitet auf Kuh›, 208, ein Scherenschnitt von Jim Fengie. Liebevoll dekorierte Kuhmodelle von Kindern aus Urnäsch runden die zur Reflexion über das Schweizer Nationaltier anregende Schau ab.

Bis: 29.04.2017



Links

Anfang Zurück zum Anfang
Ausgabe 3  2017
Ausstellungen KUhLToUR [28.10.16-29.04.17]
Institutionen Haus Appenzell [Zürich/Schweiz]
Autor/in Thomas Schlup
Weitersenden http://www.kunstbulletin.ch/router.cfm?a=170217132053NOB-34
Geben Sie diesen Link an, falls Sie diesen Eintrag weitersenden möchten.