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4.2017




Bregenz : Rachel Rose


von: Kristin Schmidt

  
Rachel Rose · Everything and More, 2017, Ausstellungsansicht Kunsthaus Bregenz. Foto: Markus Tretter


Wie fühlt sich ein Weltraumspaziergang an? Schwerelos im All, im grossen weiten Nichts? Rachel Rose (*1986) hat sich diese Erfahrung schildern lassen und versucht sie in der Erdanziehungskraft in einen gültigen Ausdruck zu übersetzen. Auch das Erlebnis durchlässiger Architektur, der aufgehobenen Grenzen zwischen innen und aussen interessiert die US-Amerikanerin. Sie arbeitet mit ­Videocollagen, verwebt gefundenes und eigenes Material, Aufnahmen von Altmeister­gemälden und Tonspuren. Im Kunsthaus Bregenz werden drei ihrer aktuellen Arbeiten - je eine pro Obergeschoss - auf eigens gebaute, freistehende Wände projiziert. Aber reichen gekonnt komponierte Bilder, ein Teppich, Sound und ein starker architektonischer Rahmen, um die Erdanziehungskraft zu vergessen und gedanklich zu schweben oder um die radikale Transparenz von Philipp Johnsons ‹glass house› zu erleben? Allein die Perfektion der Inszenierung genügt nicht, um im Zumthor-Bau zu bestehen: Roses Arbeiten bleiben in den weiten Räumen isoliert, die Verbindung zur Architektur stellt sich ebenso wenig ein wie die behauptete sensuelle Wirkung.

Bis: 17.04.2017



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Ausgabe 4  2017
Ausstellungen Rachel Rose [04.02.17-17.04.17]
Institutionen Kunsthaus Bregenz [Bregenz/Österreich]
Autor/in Kristin Schmidt
Künstler/in Rachel Rose
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