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4.2017




Frankfurt/M : René Magritte


von: Yvonne Ziegler

  
René Magritte · This is not a pipe, 1935, Öl auf Leinwand, 27x41 cm ©ProLitteris


Der belgische Surrealist René Magritte (1898-1967) schuf bis heute aktuelle Gemälde. Dies wird in der Schau ‹Magritte. Der Verrat der Bilder› in der Frankfurter Schirn deutlich. Die Werke reflektieren die bis Platon zurückreichende philosophische Frage nach dem Verhältnis zwischen Wirklichkeit, gemalter Wirklichkeit und Vorstellung, Benennung und Erkennen von Wirklichkeit. Seine ab 1927 entstandenen Wort-Bilder, zu denen ‹Die Reize der Landschaft›, 1928, zählt, lösen durch wenige exakt gemalte Gegenstände wie ein Gewehr, einen Bildrahmen, eine «Horizontlinie» und das Schild «Paysage» eine geistige Bewegung aus, die zum Gedankenbild Landschaft führt. Zwischen gemaltem und erdachtem Bild öffnet sich ein Denkraum. Ab 1932 widmet sich Magritte weiteren Motiven wie Schuhen, Türen, Pferden oder Feuer. Durch Verfremdung, den Gegenständen zugeordnete Worte, die diese jedoch nicht bezeichnen, Fragmentierung, Verdoppelung und Entfernung von Oberflächen wie Haut, Fensterscheiben oder Vorhänge hinterfragte er, was visuell offensichtlich erscheint, und provozierte so Brüche mit Denkgewohnheiten. Zu sehen sind auch ungewöhnliche, an Renoir und die Fauves angelehnte Arbeiten aus den Vierzigern. Aus dem lesenswerten Katalog geht hervor, dass zwar wichtige erste Bilder wie ‹Der Schlüssel der Träume›, 1927, ‹Versuch des Unmöglichen›, 1928, und ‹Der Verrat der Bilder›, 1929, fehlen, aber das tut der spannenden Auseinandersetzung keinen Abbruch.

Bis: 05.06.2017



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Ausgabe 4  2017
Ausstellungen Magritte. Der Verrat der Bilder [10.02.17-05.06.17]
Institutionen Schirn Kunsthalle [Frankfurt/M/Deutschland]
Autor/in Yvonne Ziegler
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