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5.2017




Baden-Baden : Sigmar Polke


von: Yvonne Ziegler

  
Sigmar Polke · Nach Altdorfer, 1986 ©ProLitteris


Unter dem Titel ‹Alchemie und Arabeske› widmet das Museum Frieder Burda Sigmar Polke (1941-2010) eine konzentrierte Schau. Für seine Präsentation im Deutschen Pavillon der Biennale Venedig schuf der Künstler 1986 mehrere «Schleifenbilder». Zwei referieren im Titel auf Dürers Arabesken: Auf einem fleckig-beigegrauen Farbgrund sind länglich gekringelte Formen oder spiralförmige Schnörkel zu sehen. Zeitgleich setzte sich Polke fotografisch mit Naturformen auseinander, bspw. mit Rebranken, die den Dürerschleifen sehr ähneln. Bekanntlich bediente er sich oft auch chemischer Prozesse. Wie die Alchemisten aus unterschiedlichen Substanzen Gold herstellen wollten, so mischte er ungewöhnliche Stoffe, um Neues zu schaffen. Dabei griff er gar auf giftiges quecksilbriges Zinnoberrot und Bleioxyd zurück und nahm die Strahlkraft von Uran fotografisch auf. Dieses experimentelle Malen schlägt sich in Form von schlierenreichen Farbverläufen, rissigen Lackversiegelungen und Farbflecken auf halbdurchscheinenden Malgründen nieder. Spannend sind zudem Polkes durch Schwarzlicht in einer Vitrine grünlich schimmernde Uranglasobjekte, seine Fotografien von unter dem Mikroskop liegenden Goldnuggets und seine Sammlung verschiedener mannshoher Zerrspiegel.

Bis: 21.05.2017



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Ausgabe 5  2017
Ausstellungen Sigmar Polke [11.02.17-21.05.17]
Institutionen Museum Frieder Burda [Baden-Baden/Deutschland]
Autor/in Yvonne Ziegler
Künstler/in Sigmar Polke
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