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5.2017




St. Gallen : Arp, Gehr, Matisse


von: Niklaus Oberholzer

  
Ferdinand Gehr · Eros I, 1937, Fresko, 64x49 cm. Foto: Sebastian Stadler


Nachdem das Kunstmuseum Olten kürzlich das Wirken von Ferdinand Gehr (1896-1996, Altstätten) im Bereich der Wandmalerei würdigte, stellt ihn Kurator Roland Wäspe nun in den Kontext zu seinen Zeitgenossen Hans Arp und Henri Matisse. Während Gehr mit Arp eine enge persönliche Beziehung verband und sich beide eines organisch gewachsenen Formenrepertoires bedienten, haben sich Gehr und Matisse persönlich nie getroffen. Im Einsatz der Farben werden aber Verbindungslinien deutlich. Zudem belegen Dokumente aus Gehrs Nachlass, dass er sich in den Zwanzigern in Paris zur sich im Werk von Matisse manifestierenden künstlerischen Freiheit und Lebensfreude hingezogen fühlte. Hier knüpft die kunsthistorische Verortung von Gehr an, der lange fast nur als «Kirchenmaler» wahrgenommen wurde. Denn trotz seiner häufig religiösen Titel stehen existenzielle Themen wie Eros, Lebensfreude, aber auch Einsamkeit und Verlassenheit im Vordergrund. In einzelnen Werken wird eine damals schweizweit einzigartige Freiheit in der Motivwahl und ein unbekümmert wirkendes Farb- und Formbewusstsein deutlich. Den Vergleich mit Arp oder Matisse kann Gehr in Teilen durchaus bestehen.

Bis: 27.08.2017



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Ausgabe 5  2017
Ausstellungen Arp, Gehr, Matisse [11.03.17-27.07.17]
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Institutionen Kunstmuseum St. Gallen [St. Gallen/Schweiz]
Autor/in Niklaus Oberholzer
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