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1/2.2018




Burgdorf : Anja Ganster


von: Alice Henkes

  
Anja Ganster · When you turn, I turn with you, 2017, Gouache auf Papier. Tidal Friction, 2017, Kegel aus geschmolzenem Basalt, Museum Franz Gertsch © ProLitteris


In der Kunst der Moderne dienen Darstellungen von Interieurs oft der Diskussion von Privatheit und Öffentlichkeit, Einsamkeit und Abgrenzung. Anja Ganster (*1968) greift dieses Thema auf und erweitert es. In früheren Arbeiten malte die aus Mainz gebürtige, heute in Binnigen lebende Künstlerin urbane Räume, weite Treppenhallen und Einkaufspassagen, menschenleer und durch Überlagerungen und Spiegelungen zuweilen ins Surreale ­kippend. In der Schau ‹Gezeitenreibung› im Kabinett des Museums Franz Gertsch zeigt sie nun eine Kombination aus klein- bis mittelformatigen Gemälden und Aquarellen, Papierarbeiten, Objekten und Installationen. Auch in diesen Arbeiten spielen Räume eine Rolle, ­private Räume, Wohnräume, menschenleer, aber doch die Spuren menschlicher Anwesenheit tragend. Basis, zumindest der Gemälde, sind wiederum Darstellungen von Räumen, zumeist von Wohnräumen. Andere Arbeiten erinnern an zerknüllte und wieder auseinandergefaltete Blätter: Spuren von Eingriffen sind ein dominierendes Motiv. Solche Spuren sind es, die in Gansters collagehaftem, vielgestaltigem Werk eine vertiefende Auseinandersetzung mit Zeiterleben und Vergänglichkeit, Erzählen und Erinnern, Realität und Fiktion suchen.

Bis: 28.01.2018



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Ausgabe 1/2  2018
Ausstellungen Anja Ganster [02.09.17-28.01.18]
Institutionen Museum Franz Gertsch [Burgdorf/Schweiz]
Autor/in Alice Henkes
Künstler/in Anja Ganster
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