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1/2.2018




Kleve : Pia Fries


von: Niklaus Oberholzer

  
Pia Fries · corpus transludi B13, 2017, Acrylfarbe, Farbstift und Siebdruck auf Steinpapier, 59,5 x 45 cm © ProLitteris. Foto: Hans Brändli


Im November konnte die in Düssel­dorf lebende Schweizer Malerin Pia Fries (* 1955) den mit einer Ausstellung im Lindenau-Museum in Altenburg verbundenen Gerhard-Altenbourg-Preis entgegennehmen. Gleichzeitig ist sie mit zahlreichen Werken im Museum Kurhaus Kleve vertreten - zusammen mit einer reichen Übersicht über das Schaffen von Hendrick Goltzius (1548-1606), eines der bedeutendsten Vertreter manieristischer Druckgrafik. Fries setzt sich schon seit Jahren mit ihm auseinander. So wie dieser oft vorgegebene Bildmotive variierte und weiterführte, gibt Fries mit ihrer Malerei seinem Werk in unserer Gegenwart eine Heimat: indem sie bspw. Siebdrucke mit stark vergrösserten Motiven der bekannten ‹Himmelsstürmer›-Serie überarbeitet. Sie lässt so Jahrhunderte übergreifende Bildräume entstehen, evoziert damit das taumelnde Lebensgefühl der Umbruchszeit um 1600 und fragt gleichzeitig nach ähnlichen Empfindungen in unserer Zeit. Die Malereien von Fries lassen uns Goltzius neu erleben. Gleichzeitig führen die Werke von Goltzius zu den Malereien von Fries und ihrer Verankerung in der Geschichte der Kunst - ein echter Brückenschlag also.

Bis: 11.02.2018



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Ausgabe 1/2  2018
Ausstellungen Pia Fries, Hendrick Goltzius [08.10.17-11.02.18]
Institutionen Museum Kurhaus [Kleve/Deutschland]
Autor/in Niklaus Oberholzer
Künstler/in Hendrick Goltzius
Künstler/in Pia Fries
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