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Hinweis
10.2010




Ettlingen : Leta Peer


von: Ruth Händler

  
Leta Peer · Room for Simon, 2009, Installationsansicht (Ausschnitt)


Die Verbundenheit mit dem Motiv gehört zum Konzept von Leta Peer (*1964): Seit bald zehn Jahren malt sie ausschliesslich Berglandschaften. Die Unterengadiner Dolomiten, der Künstlerin aus der Kindheit und Jugend vertraut, werden zum Gegenüber im Basler Atelier. Die Konstanz und die Zeitlosigkeit der Bergwelt sind eine Seite des suggestiven Werks. Die andere Seite ist die ständige Gefährdung, die sich weit vor den Sehnsuchts-Horizonten in der Jetzt-Zeit abspielt. Die Fotoserie «Mirrors» zeigt diesen Aspekt als Bild im Bild: In vergoldete Spiegelrahmen gebannt, treffen die Berglandschaften auf verbrauchtes, aufgelöstes Interieur. Den konsequenten Schritt aus dieser digitalen Fiktion in die dritte Dimension vollzieht Peer in ihrer aktuellen Ausstellung mit einer gemauerten Skulptur, die in ihrem Inneren Baustelle ist, im tatsächlichen wie im übertragenen Sinne. Dieses Sinnbild des Prozesshaften und des Übergangs kontrastieren zwei gerahmte Landschaften aus der Serie «Along with Simon», die den letzten Weg des früh verstorbenen Bruders hoch zur Via Engiadina künstlerisch reflektiert. Daran knüpfen auch die neuen Gemälde mit ihrem flirrenden Pinselduktus an, die Leta Peer, sechs Jahre nach dem Tod des Bruders, von Landschaften, Dörfern und Menschen auf der Strecke vom Dorf Lavin zur Via Engiadina gemalt hat.

Bis: 13.11.2010



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Ausgabe 10  2010
Ausstellungen Leta Peer [24.09.10-13.11.10]
Institutionen Heinz-Martin Weigand [Berlin/Deutschland]
Autor/in Ruth Händler
Künstler/in Leta Peer
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