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Hinweis
10.2010




Freiburg/Breisgau : Barbara und Katharina Grosse


von: Hans-Dieter Fronz

  
Barbara Grosse · Radierungen, 2009/2010 © ProLitteris. Foto: Bernhard Strauss


Barbara Grosse ist eine angesehene Grafikerin, die Tochter Katharina ist Künstlerin von internationalem Renommee, die man für ihre raumgreifende, architekturbezogene Malerei kennt. Vom Museum für neue Kunst eingeladen, schlug sie die Doppelschau mit ihrer Mutter vor. Diese eröffnet jetzt auf fulminante Weise die neue Ausstellungshalle des Augustinermuseums, welche den Freiburger Museen im Wechsel zur Verfügung stehen soll. Im weissen Overall, mit Spritzpistole und Kompressor bewaffnet, hat Katharina Gros­se den vorderen Hallenteil in ein künstlich-informelles Farbenmeer verwandelt, das den Boden überzieht und stellenweise die Wände und Pfeiler hochleckt. Darin platzierte sie 25 aus Styropor geschnittene und mit Acrylgips gefasste, ebenfalls besprühte Skulpturen. Als «driftendes Zentrum» (Grosse) bewegt sich der Besucher mitten in dem dreidimensionalen Bild, das weniger zu kontemplativer Anschauung als zu physischem Erleben einlädt. Barbara Grosse greift im hinteren Bereich der Halle die ausholende Geste der Tochter in 20 grossformatigen Kaltnadelradierungen auf - grandiose Abstraktionen in Schwarzweiss aus Linienbündeln und -wirbeln, die von nichts Gegenständlichem, dafür in ihrer Dynamik von Körperarbeit und physischer Präsenz künden.

Bis: 17.10.2010


mit Katalog



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Ausgabe 10  2010
Ausstellungen Barbara und Katharina Grosse [26.06.10-17.10.10]
Institutionen Augustinermuseum [Freiburg/B/Deutschland]
Autor/in Hans-Dieter Fronz
Künstler/in Barbara Grosse
Künstler/in Katharina Grosse
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