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Hinweis
10.2010




Luzern : Barbara Maria Meyer


von: Claudia Spinelli

  
Barbara Maria Meyer · Ausstellungsansicht Hilfikerkunstprojekte, 2010


Wenn es darum geht, die Möglichkeiten der Malerei nicht nur weiterzutreiben, sondern bis ins Letzte auszuloten, dann ist die Basler Künstlerin Barbara Maria Meyer mit einer unvergleichlichen Konsequenz bei der Sache. Mit Kreide malt sie flüchtige Bilder auf verwitterte Hauswände. Sie setzt lineare Zeichen auf Flusssteine oder stellt gar ganze Leinwände ins Gebüsch. Nicht um «en plein air» zu malen, sondern um einen Dialog entstehen zu lassen zwischen Natur und künstlerischem Zeichen. Denn so naturnah ihre Bilder sein könnten (seit rund 20 Jahren beschäftigt sich Barbara Maria Meyer mit botanischen Motiven), sie stammen aus zweiter Hand, sind also keine direkten Abbilder, sondern von Darstellungen im Botanikbuch abgeleitet. Linear schematisiert und alles andere als in massstäblich korrekter Grösse tauchen Blütenstand, Samen und Früchte auf. Die Linien sind schwungvoll gesetzt, drängen über den Rand der Leinwand hinaus in den Raum. Neu sind die durchscheinenden Leinwände, die ein sphärisches Lichtspiel produzieren und - je nach Standpunkt - zwischen Narration und Abstraktion schwanken. Meyers Ausstellung umfasst neben Leinwand- und Wandarbeiten auch eine Reihe von «Sunprints». Diese Fotogramme sind auf jener Bergwiese entstanden, die sie selbst im schematischen Schattenriss zeigen.

Bis: 16.10.2010



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Ausgabe 10  2010
Ausstellungen Barbara Maria Meyer [28.08.10-16.10.10]
Institutionen Hilfiker Kunstprojekte [Luzern/Schweiz]
Autor/in Claudia Spinelli
Künstler/in Barbara Maria Meyer
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