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Hinweis
10.2010




Olten : Disteliade 2010


von: Annelise Zwez

  
Martin Disteli · Die Wäscherinnen, o.D., Skizze


Das Werk des Zeichners und Karikaturisten Martin Disteli (1802-1844) geniesst im Kunstmuseum einen Sonderstatus. Zu Recht, denn sein in der bewegten Zeit nach Napoleon und vor der Gründung des Schweizerischen Bundesstaates (1848) entstandenes Schaffen ist ein exzellentes Zeitzeugnis. Mit «Frauenzimmer» präsentiert Katja Herlach nun Teil 2 der Ausstellungstrilogie «Disteliade». Nicht dass sie ihm ein eigentliches Thema gewesen wären, aber er ging fast immer vom Menschen in Handlungszusammenhängen aus. In diesen erscheint auch die Frau keineswegs als nur zweitrangiges Thema: berührend in der Porträtskizze seiner 1831 verstorbenen Frau, pointiert im «gestörten Liebesabenteuer». Gerne nutzte Disteli die Frau, um die Männer - insbesondere den Klerus - lächerlich zu machen. Distelis Hauptwerk erschien in Druckerzeugnissen, so 1839-1844 im Schweizerischen Bildkalender. Dieser bot dem liberal Gesinnten eine hervorragende Plattform für Attacken jeglicher Art. In Olten sind primär die vorbereitenden Bleistiftskizzen dazu zu sehen. Aus heutiger Sicht scheinen jene Blätter besonders spannend, auf denen er, aus Not an Papier, verschiedene Motive gleichzeitig «übte» und so eine collageartige Verdichtung erzielte.

Bis: 07.11.2010


 Kunstmuseum, bis 7.11.; 3. Teil ab 11.12.



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Ausgabe 10  2010
Ausstellungen Martin Disteli, Alex Sadkowsky, Franz Anatol Wyss [29.08.10-07.11.10]
Institutionen Kunstmuseum Olten [Olten/Schweiz]
Autor/in Annelise Zwez
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