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Hinweis
10.2010




Zürich : Manuela Leinhoss


von: Daniel Morgenthaler

  
Manuela Leinhoss · Installationsansicht, 2010, RaebervonStenglin, Zürich


Das skulpturale Werk von Manuela Leinhoss (*1973) kennt zwei Aggregatszustaende: Entweder organisch fliessend, faltig oder brutalistisch kantig, klar. Ersteres erreicht die Berlinerin etwa mit dem Material Papiermache mache, das sie fast wie Textilien zerknuellt und faltet, Letzteres mit perfekt zugeschnittenem Holz oder gegossenem Gips. Das Verhaeltnis zwischen den beiden Zustaenden ist kein einfaches, wie die Ausstellung in der Galerie RaebervonStenglin zeigt: Einmal wird das Organische zwischen zwei rechtwinkligen Volumina fast zerdrueckt; einmal haengt sich das vermeintlich Flauschige parasitaer an die klaren Linien. Oder bringt erst noch mit seiner unappetitlichen roten Faerbung Assoziationen von Blut oder zumindest Rost mit. Der Widerstand gegen die kalten Kanten der Moderne mittels natuerlicherer Formen geht auch 50 Jahre danach noch - oder gerade wieder - weiter. Nur selten harmonieren die beiden Aggregatszustaende gut, wie etwa in der Wandarbeit , 2010, die aber durch das Zusammenspiel von welligem Blau und rechtwinkligem Grau auch schon fast wieder in eine beschauliche Figuerlichkeit und herkoemmliche Bildlichkeit abdriftet.

Bis: 23.10.2010



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Ausgabe 10  2010
Ausstellungen Manuela Leinhoss [28.08.10-23.10.10]
Institutionen RaebervonStenglin [Zürich/Schweiz]
Autor/in Daniel Morgenthaler
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