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Jiajia Zhang — Mein Content, dein Content

Jiajia Zhang zeigt im Kunstmuseum St. Gallen ihre erste ­museale Einzelausstellung. Scharfsinnig analysiert die Künstlerin die ambivalente Raumsituation des Hauses und führt sie thematisch mit der eigenen Arbeit zusammen: Ihre Videos, Installationen und Objekte befassen sich mit den schwindenden Grenzen zwischen privat und öffentlich unter dem Einfluss der Digitalisierung. Ein wichtiger Bestandteil der Ausstellung sind Zhangs Recherchen während ihres Residenzaufenthaltes am Istituto Svizzero in Mailand.

Andrea Büttner — Die Nachhaltigkeit der leisen Töne

Eine Schau voller differenzierter Auseinandersetzungen: mit der westlichen Kunstgeschichte und dem christlichen Werte­kanon, mit Machtsystemen, Konsum und Kapitalismus. Andrea Büttner liefert dabei weder simple Kritik noch ein Heilsversprechen, sondern schafft im Kunstmuseum Basel subtile, zum (selbst-)kritischen Nachdenken anregende Momente.

Kunst und KI — Geschichtslektion mit Christopher Kulendran Thomas

Die Welt ist in Aufruhr über die jüngsten, rasanten Fortschritte in der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz. Wie reagiert die Kunst auf diese Technologie, die sie, so sagt man, bedrohen könn­te? Mit Kreativität. In loser Folge werden an dieser Stelle Anwendungen von KI in der Kunst kommentiert. 

Mathis Altmann — Die Leerstelle als Resonanzkörper

In Biel zeigt der in Zürich und Berlin lebende Künstler Mathis Altmann farblich reduzierte Miniaturwelten in einem grossräumigen Environment. Das Prinzip der Bricolage zieht sich wie ein roter Faden durch seine künstlerische Praxis. Seit 2019 ergänzt Altmann, der 2021 den Manor-Kunstpreis des Kantons Zürich erhielt, seine skulpturalen Werke um audiovisuelle Komponenten. In Biel trifft nun Clubbing-Kultur auf neoliberale Verwertungslogik. Die Ausstellung lässt vieles im Vagen, doch beschwört sie subtil die Erinnerung an durchtanzte Nächte.

Belinda Kazeem-Kamiński — Der heimsuchende Blick zurück

In ihrer ersten Schweizer Soloschau dekonstruiert die österreichische Künstlerin Belinda Kazeem-Kamiński mit visuellen Strategien rassistische Blickregime und nutzt das Schwei­­gen des kolonialen Archivs produktiv. Indem sie die Lücken bewusst leer lässt, kann sich in diesen die Heimsuchung der Vergangenheit ereignen und eine andere Zukunft eröffnen.

Le plaisir du texte — Vers une exploration verbale de l’image

Le Musée des Beaux-Arts du Locle propose une ‹exposition-livre›, un parcours sous la forme d’une trame narrative imaginaire. Le dialogue entre sa collection permanente et des œuvres contemporaines interroge ainsi le lien étroit entre l’écrit et la création contemporaine. Une déambulation surprenante laisse progressivement place à une invasion langagière.

Disappear Here — Visioni del futuro sulle rovine del passato

Tra nostalgia e speranza, il Museo Villa dei Cedri presenta un’esposizione che mette in evidenza il ruolo indispensabile dell’espressione artistica nella comprensione e nel rinnovamento del mondo. Immagini fantastiche di realtà passate aprono le porte verso possibili scenari futuri. 

en passant — Motiv und Variation
Ansichten

«Unsere Körper erzählen, was wir erfahren haben. Verstünden wir diese Sprache nur etwas besser, wir lebten in einer völlig anderen Welt.» Das schreibt die Psychoanalytikerin Polly Hegan in ‹Tours et Détours›, 2012.

Zürich — Amt für Hochbauten

von kleinen Atomen und grossen Geschichten — Im All der Malerei
Besprechung

Das Trudelhaus kombiniert in seiner zweiten Ausstellung dieser Saison drei malerische Positionen mit ganz unterschiedlichem Ansatz. Sie nutzen die Wissenschaft, eigene Erlebnisse oder die Fantasie als Inspirationsquelle und führen das Publikum auf eine feurige, rätselhafte und berauschende Reise. 

Monira Al Qadiri — Rohstoff und Problemmaterie
Besprechung

Die in Berlin lebende Künstlerin Monira Al Qadiri präsentiert im Kunsthaus Bregenz die Ergeb­nisse ihrer Erfahrungen und Forschungen zur Erdölförderung und deren Folgen. Ihre Arbeiten sind hochästhetisch, obgleich sie die negativen Seiten des globalen Erdölkonsums ins Zentrum stellen.