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Shahryar Nashat — In der rosa Zone

Shahryar Nashat stellt die Repräsentation des menschlichen Körpers in ein neues, zeitgemässes Licht. Und schafft damit Zonen, in denen existenzielle Fragen Thema werden. Digitale Technologien haben an seinen multimedialen Setzungen ebenso ihren Anteil wie Marmor, Kunstharz und Körperflüssigkeiten. Der Genfer, der nach mehreren Jahren in den USA wieder nach Europa zurückgekehrt ist, hat sich im internationalen Kunstbetrieb als feste Grösse etabliert. Jetzt hat ihn das MASI in Lugano zu seiner bisher umfangreichsten Einzelausstellung in der Schweiz eingeladen.

Edit Oderbolz — Denkfiguren aus Stoff und Stahl

Mit einfachen und alltäglichen Materialien schafft die Basler Künstlerin Edit Oderbolz Objekte und Installationen, die gleichsam Resonanzkörper sind. In einer feinsinnig und sorgfältig kuratierten Ausstellung im Haus für Kunst Uri, wo sie den Dialog mit Malereien von Irma Ineichen aufnehmen, zeigt sich das auf besonders prägnante Weise.

Apropos Hodler — Blickbefreiung statt Ikonenanbetung

Im kulturindustriellen Starsystem verstellen oft Wunschprojek­tionen die Kunst. Ferdinand Hodler (1853–1918) wurde vom libertären Skandalkünstler zur nationalen Symbolfigur der Schweiz. So mächtig haftet das Abziehbild, dass es abzureissen schwerfällt. Kunstschaffende können das, dachten die beiden Zürcher Kunsthaus-Kuratorinnen Sandra Gianfreda und Cathérine Hug und luden, beraten von vier Künstler:innen, dreissig zeitgenössische Positionen zur Klischeelüftung ein. Der erhellende Dialog macht auch Hodler wieder als werkenden und zweifelnden Künstler wahrnehmbar. Im Gespräch erläutern Sandra ­Gianfreda und ­Sabian Baumann aus dem künstlerischen Beirat Konzept, Zielrichtung und Grenzen von ‹Apropos Hodler›.

Kunst und Klima — Museen als Zukunftsarchitekten

Der neue Dokfilm von Dorian Sari eröffnet mit einer klaren Botschaft: Täglich sterben Menschen aufgrund der Klimakatastrophe. Darum hat die Bevölkerung von Basel-Stadt entschieden, dass Basel 2037 Netto-Null erreichen soll. Was können Museen dazu beitragen?

A Cosmic Movie Camera — Tant d’images à voir

Organisée par le Centre d’Art Contemporain Genève, la 18e Biennale de l’Image en Mouvement s’intéresse aux manières de fabriquer les images comme à leur perception. Tour à tour physique et virtuelle, au centre d’art et dans tout Genève, la BIM’24 propose une solide réflexion autour de la manipulation technologique du réel et de ses représentations.

Underground — Rizomi invisibili come fonte di speranza

Nel Museo Villa dei Cedri di Bellinzona, nove artisti internazionali indagano i nessi tra l’essere umano e la natura. Ispirati dagli organismi rizomatici del sottosuolo e dai loro cicli biologici, cercano nuove forme di interazione e di collaborazione – come modelli per un futuro sostenibile.

en passant — Kurzcheck auf der langen Bank
Ansichten

Mit dem Frühling erwacht der Drang zum Spiel. Kaum weicht der Winter, wollen wir wissen, wie sich die Welt ausserhalb von Wohnhöhlen, wohltemperierten Workspaces und Wollsocken anfühlt.

Dan Flavin — Summendes Licht
Besprechung

Josef Helfenstein verabschiedet sich mit einer Ausstellung von Dan Flavin aus dem Kunstmuseum Basel. Der US-amerikanische Minimal-Art-Künstler schuf sein Œuvre aus Fluoreszenzröhren. Im Leuchtstoff liess er aber auch Persönliches anklingen, das in seinen titelgebenden Widmungen subtil mitsummt.

Sarah Morris — Intensität der Gegensätze
Besprechung

Mit hochglänzender Farbfeldmalerei und aufwendigen Filmproduktionen, die von den Kehrseiten der Metropolen rund um die Welt künden, erscheint die bisher grösste Retrospektive der US-amerikanischen Künstlerin Sarah Morris einnehmend intensiv. Nicht ohne Kalkül und beabsichtigte Gegensätze.

Price / Sveta Mordovskaya — Versteckte Erinnerungen
Besprechung

Das Kunsthaus Pasquart zeigt aktuell vier Ausstellungen, zwei davon haben wir uns näher angeschaut: das neue Werk des Manor-Kunstpreisträgers Price und die Soloschau der Künstlerin Sveta Mordovskaya. Beide Ausstellungen triggern persönliche Erinnerungen – auf komplett unterschiedliche Art.